Bilsenkraut, 4&7
5) In allen Nerven z u fä Ilen mit Fieber,wenn sie aus übermäfsiger Sensibilität und Irrita-bilität entstanden und nicht mit zu grofser Voll-bliitigkeit oder mit Unreinigkeiten in den erstenWegen verbunden sind, sich aber hau].t ächlichaus dem Unterleibe herschreiben , mit atrabilarenStockungen verbunden sind, und sich in konvul-sivischen Affehtionen des Dauungslvanals äuTsern.Wo Überflufs an Erregbarkeit vorhanden ist, da.schafft das Bilsenkraut Hülfe gegen die krank-hafte Stimmung des ganzen oder einzelner Tlieiledes Nervensystems, sie mag sich nun durch Rase-rey oder Krämpfe, oder Schlaflosigkeit, heftigenNervenkopfschmerz u. s. w. äufsern. Der Mohn-saft, wenn auch keine Gegenanzeigen aus demUnterleibe zugegen wären, vermehrt diese Zufällemanchmal schon dadurch, da Ts er das. Blut mehrgegen das Hirn zu leiten scheint, was das Bilsen-kraut nicht so sehr thut, welches, wie Lentinsagt, erschlafft, ohne einzuschläfern. Unter an-dern ist das Bilsenkraut fast unentbehrlich in asthe-nischen Entziindungs - und hitzigen Nervenfie-bern, wo das empfindende und bewegende Systemauf don höchsten Grad der Spannung gebrachtist, und der Kranke alles von dem phrenitischen,bevvustlosen Zustande zu fürchten hat. Ein odereinige Grane Bilsenkrautextrakt y nötigenfalls inversüfstem Salpetergeist oder einem ähnlichenMittel aufgelöst, erleichtern diese üble Lage oftsehr merklich.
4) In r h e u m at i s c h e n und arthriti-schen Krankheiten hilft dieses Sedativ vorzüglich»wenn die Kranken sehr empfindliche, reizbareNerven, Neigung za hysterischen cxler andern
Kram-