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1 (1847)
Entstehung
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691
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V

FERRUM.

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oder weniger frei sind von andern Metallen, von Schwefel und von Phosphor.Die besten Eisenerze, kommen im Urgebirgc vor, wo sie gewöhnlich sehr mach-tige Lager bilden. Das aus den Erzen der Jüngern Formationen erhaltene Eisenist immer von geringerer Güte. Da Eisenerze aus der Urformalion Schweden,Norwegen und Russland angehören und Erze von Jüngern Formationen in an-dern europaischen Ländern am häufigsten vorkommen, so hat dieses dem inden nördlichen Theilen von Europa erzeugten Eisen einen bedeutenden Vorzuggegeben.

Das Eisen wird aus seinen Erzen folgendermassen erhalten. Die Erze wer-den geröstet und dann mehrere dieser Erze mit einander gemengt, weil ein sol-ches Gemenge leichtflüssiger wird und ein besseres Eisen giebt. Zur Gattirungder Erze setzt man Kalkstein , theils in der Absicht, ein Flussmittel zu erhalten,d. i. um die fremden Mineralstoffe, welche sich im Eisenerze befinden und dieVereinigung des reducirten Eisens hindern würden, zu verglasen, theils umverschiedene fremde Stoffe abzuscheiden, die dem ausgeschmolzenen Eisen Un-arten geben würden. Ein solches Gemenge wird mit dem Kunstworte der Hüt-tenleute Beschickung genannt. Sie wird in einem Hohofen schichtweise mitKohlen eingelegt. Dieser ist ein grosser Schmelzofen, welcher in seiner lauernForm die Figur zweier gleich grosser übereinander gestürzter Tiegel, wovonder obere keinen Boden hat, darstellt. Der Ofen hat unten einen Raum, in wel-chem das geschmolzene Metall sich sammelt. Im Boden dieses Herdes ist ander Seite eine Oeffnung, durch welche das geschmolzene Eisen ausfliessen kannund welche während des Schmelzens mit Lehm verstopft ist. Etwas höher alsdieser Raum befindet sich eine andere Oeffnung, durch welche die Röhre derBlasebälge die Luft einführt. Der Hohofen wird langsam erwärmt, um von zuschneller Hitze nicht gesprengt zu werden, und wenn er die gehörige Tempe-ratur erhalten hat, wird die Beschickung schichtweise mit Kohlen eingelegt,worauf die Blasebälge in stetem Gange gehalten werden. Je nachdem die Koh-len niedergebrannt werden, senkt sich die Masse; man ersetzt von oben dasNiedergesunkene mit neuen Schichten von Erz und Kohle, und auf diese Weisekann ein solcher Hohofen Tag und Nacht in beständigem Gange sein.

In der hohen Temperatur, die man in den Hohofen hervorbringt, wird das Eisenvon der Kohle reducirt, aber mit dem Eisen auch zugleich mehr oder wenigerandere reducirbare Stoffe im Erze, als Schwefel, Phosphor, Kiesel, Magnesium,Mangan u. a. m., und das Eisen löst dabei eine grössere oder geringere MengeKohle auf, wodurch es leichtflüssiger als reines Eisen ist, aber seine Geschmei-digkeit dabei verliert. Die Kalkerde und die erdigen Fossilien, welche die Gang-art des Eisenerzes bilden, schmelzen zu einem unklaren Glase, Schlacke ge-nannt, die dem fliessenden Eisen zum Boden des Ofens folgt, wo beide in zweiSchichten sich sammeln, von welchen die Schlacke die obere bildet und dasdarunter liegende geschmolzene Eisen gegen die Einwirkung der Luft schlitzt.Die Schlacke sammelt sich in weit grösserer Menge als das reducirte Eisen anund muss deshalb von Zeit zu Zeit durch eine Oeffnung abgelassen werden.Wenn das geschmolzene Eisen seinen bestimmten Platz am Boden des Ofensfüllt, wird der Lehm weggenommen, der Herd geöffnet und das Eisen in eigene,in Sand gebildete Formen herausgelassen , wo es erstarrt Molden oder Ganzebildet. Es wird nun Guss- oder Roheisen genannt.

Das Roheisen ist ein Gemenge reducirter Stoffe, deren Hauptmasse ein mitverschiedenen Mengen Kohlenstoff verbundenes-Eisen ist, nach welchem es einverschiedenes Ansehen und Verhalten zeigt. Um dieses Eisen geschmeidig zumachen, ist es nöthig, die Kohle und alle fremden Metallsloffe, die es enthal-ten kann, durch Verbrennen zu entfernen. Dieses geschieht in eigenen Oefen,

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