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FERRO -KALIUM CYANATUM FLAVUM
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s,im, in der Wiirmo hingegen bedeutend rascher; niemals wird aber alles Oxy-dulsalz zu Oxydsalz. In dem Grade, als sich basisch weinsaures Eisenoxyd bil-det , löst sich auch mehr weinsaures Eisenoxydul auf und die Masse färbt sichimmer dunkler bis schwarz oder schwarzgrünlich. Ein Theil des basisch Wein-säuren Eisenoxyds bildet aber mit der grösseren Menge des noch vorhandenenweinsauren Eisenoxyduls und einem Theile weinsaurem Kali eine in Wasser un-lösliche Verbindung. Die lösliche Verbindung enthält von der unlöslichen nocheinen kleinen Theil aufgelöst, kann aber durch wiederholtes Abdampfen und
Auflösen davon befreit werden. Die lösliche Verbindung ist 8K T + (FeT + SEeT),und es sind mithin i Aeq. Weinsäure verloren gegangen. Die schwarzgrünlicheFarbe dieses Salzes, wodurch es sich von dem aus Eisenoxyd gebildeten unter-scheidet, ist allein dem grössern Gehalte an weinsausem Kali zuzuschreiben.Nach dieser Formel Wittsteins für das aus metallischem Eisen und Weinsteindargestellte Doppelsalz, welches auf (Fe + 3EJ 7 At. Eisen 8 At. Kali enthält,würde das richtige Gewichtsverhältniss des Eisens zu dem des Weinsteins 1 :778,also beinahe 1 : 8 sein; denn (3S0X7=) 2450: (2353X8=) 19064 = 1 : 7,78.Das bisher für das reine Doppelsalz Angeführte gilt natürlich auch für dasunreine Präparat, wie es für den Gebrauch zu Bädern aus rohem Weinsteineund Eisenfeile bereitet wird. Die sonst übliche Methode, die Masse in einemeisernen Grapen anzusetzen, ist unzweckmässig, weil durch die Berührung derMasse mit dem metallischen Eisen die Ueberführung des sich bildenden wein-sauren Eisenoxyduls in Eisenoxyd verzögert und theilweise verhindert wird.Das Digeriren darf nur in gelinder Wärme geschehen , damit nicht das bereitsgebildete weinsaure Eisonoxyd, dessen Auflöslichkeit die Güte des Präparats be-dingt, zu Eisenoxyd reducirt werde, es muss aber so lange fortgesetzt werden,bis sich die möglichst grösste Menge des auflöslichen Doppelsalzes gebildet hatund die hierauf angestellte Probe ein genügendes Resultat giebt.
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Ferro-Kalium cyanatum flavum. Gelbes Cyaneisenkaliwn.(Kali ferruginoso - hydroeyanicum. Kali zooticum seu borussicum.Blausaures Eisenkali. Cyanuretum Kalii et Fern' cum Aqua.)[Cyanetum Kalii et Cyanuretum Ferri cum Aqua. Kaliumeisen-
cyanür.]
Meistentheüs zusammenhängende, mit der Zeit an der Luft trübewerdende gelbe Krystalle, von einem süsslichen Geschmacke, in vierIheilen kalten und zwei Theilen heissen Wassers, in höchst rectificirtemWeingeiste aber gar nicht auflöslich, aus Kalium, Eisen, Cyan undWasser bestehend. Es müssen die grösseren, nicht trüben Krystalleausgesucht werden, welche von schwefelsaurem Kali und andern fremd-artigen Substanzen völlig frei sind. Es wird in chemischen Fabrikenbereitet.
Dieses Präparat chemischer Fabriken wird zur technischen Verwendung imGrossen durch Calcination thierischer (stickstoffhaltiger) Substanzen mit Alkalienin eisernen Gefässen, oder auch mit einem Zusätze von Eisen, Auslaugen dergeschmolzenen Masse, Abdampfen und Reinigen durch Krystallisation dargestellt.Jetzt wird gewöhnlich zugleich die Fabrikation von Salmiak damit verbunden.