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FERRO -KALI TARTARICUM.
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1839. XXr. 65) fand, dass Eisenoxyd und Eisenoxydul gleichzeitig in dem Prä-parate enthalten seien, und Soubbiban und Capitaine (Annal. d. Chem. undPharm. 1840. XXXIV. 204) zeigten, dass, -wenn man weinsaures Eisenoxyd-Kali,zur Bestimmung des Wassergehalts, bis -130° C. = 404° R. erhitzt, das Eisen-oxyd unter Entwicklung von Wasser und Kohlensaure reducirt wird. Be-handelt man das erhitzte Salz dann mit Wasser, so löst es sich nicht mehr klarauf, sondern es setzt sich eine dein zersetzten Antheile des Salzes entsprechendeMenge einer schwarzen eisenhaltigen Materie ab. Diese Zersetzung erfolgt auch,wenn man eine Auflösung des Doppelsalzes im Sieden erhalt; die flüssigkeilentfärbt sich und es fällt weinsteinsaures Eisenoxydul nieder. Es ist daher räth-lich, beim Abdampfen der Auflösung die Temperatur nicht über 30—60° C. =40—48° R. steigen zu lassen.
Wittsteix (Büchk. Repert. 1844. XXXVI. 362) hat es gleichfalls bestätigtgefunden, dass es kein reines weinsaures Eisenoxyd giebt, indem, wenn Wein-säure und Eisenoxyd zusammenkommen, ein Theil des letzteren zu Oxydul re-ducirt wird. Die Zusammensetzung des mit einem Ueberschusse von Eisenoxyd
bereiteten (neutralen) Eisenoxyduloxyds entspricht der Formel FcT + SFeT 1
■+■ 42H. Der Sauerstoff aus dem zu Oxydul reducirten Oxyde entweicht frei,wenigstens konnte Wittstrin keine Producte auffinden, welche eine oxydirendeEinwirkung des Sauerstoffs auf die Elemente der Weinsäure vermuthen Hessen,auch keine Kohlensäure (also abweichend von Soubeiha.v und Capitaixe). Beim
Kochen mit Wasser zerlegt sich das Salz in Fef + 3FeT 2 und 3T, welche letz-tere aber einen Theil des basischen Salzes aufgelöst behält. Diese Untersuchun-gen sind von Wittstein (ebend. XXXVII. 445) fortgesetzt worden. Hiernach löstdas zweifach weinsaure Kali, der Weinstein, das Eisenoxyd in der Wärme voll-ständig auf; wendet man hierbei einen Ueberschuss von Eisenoxyd an, so wirdhasisches Salz gebildet. Auch wird etwas Oxyd zu Oxydul reducirt, und zwarebenfalls nicht auf Kosten der Weinsäure, denn Wittsteix giebt die Zusammen-setzung dieses basischen Salzes folgendermassen an: 4KT + FeT ■+- 3FeT, sodass von der Weinsäure aus dem Weinsteine nichts verloren gegangen ist. DieLösung dieses Salzes zersetzt sich beim Abrauchen nicht und es bildet im trock-nen Zustande ein grünlich gelbes, luftbeständiges, in Wasser wieder vollkom-men lösliches Pulver.
Wenn metallisches Eisen mit Weinstein und Wasser zusammengebrachtwird, so tritt das zweifach weinsteinsaure Kali 4 Aeq. Säure an 4 Acq. sich aufKosten des Wassers unter Enlwickelung von Wasserstoffgas bildendes Eisenoxydulab; das jetzt neutrale weinsaure Kali bleibt mit einer geringen Menge Weinsäu-ren Eisenoxyduls aufgelöst, der grösste Theil des letzteren scheidet aber als einweisses lockeres Pulver ab. Hiernach müssen eigentlich auf 4 Th. Eisen nicht4, sondern 6 Th. Weinstein genommen werden, denn wenn 1 Aeq. Eisen,= 350, 1 Aeq. zweifach weinsaures Kali, = 2353, erfordert, so erfordert4 Gewichtstheil Eisen eigentlich 6,7 Gewichtstheile Weinstein: 350:2353 = 4:6,7.Werden nun 4 Th. Weinstein genommen, so verwandelt sich das überschüssigeEisen theilweise in Aethiops, und der Rest desselben bleibt dem Präparate me-tallisch beigemengt. Das weinsaure Eisenoxydul, 2Fef, verwandelt sieh nach
und nach durch den Sauerstoff der Luft in basisch weinsaures Eisenoxyd, FeT,und verliert dabei die Hälfte seiner Säure, welche sich in flüchtige Producteverwandelt. Der Uebergang des Oxydulsalzes in Oxydsalz und der damit ver-bundene Verlust an Weinsteinsäure erfolgt bei gewöhnlicher Temperatur lang-
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