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FERRO - KALI T ARTARICUM,
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stanzen vertreten werden, die durch Schwefelsäure in Traubenzucker umgewan-delt werden.
Kaum ist nöthig zu bemerken, dass man diese Prüfungsweise auch umge-kehrt auf Zuckergehalt in thierischen Flüssigkeiten, wie Harn, ßlutwasser etc..bei der Harnzuckerruhr, benutzen kann, indem man nun der auf Zucker zuprüfenden Flüssigkeit etwas aufgelöste Galle zusetzt und wie vorhin verfährt.
Ferro-Kali tadaricum. Weinsteinsaures Eisenkali.
(Globuli Tartan ferruginosi seu martiati pulverati. GepulverteEisenweinstein- oder Staklkugeln.)
Nimm: Eisenfeile einen Theil
Gepulverten rohen Weinstein vier Theile.Gemischt werden sie in einem irdenen Gelasse mit gemeinemWasser befeuchtet, so dass eine breiartige Masse werde, welche unteröfterem Umrühren und wiederholtem Zugiessen des verdampften Was-sers digerirt wird, bis sie gleichförmig und schwarz erscheint und einkleiner Theil davon in Wasser mit grünlich schwarzer Farbe aufgelöstwird. Sie werde an einem massig warmen Orte hingestellt und dietrockne Masse in ein grobes Pulver gebracht. Bewahre es in einemgut verschlossenen Gefässe auf.
Es sei ein Pulver von graugrünlicher Farbe.
Einen Eisenweinstein beschrieb zuerst Angfxus Sax.v im Anfange des 17.Jahrhunderts; die Stahlkugeln scheinen zuerst in der Mitte des 18. Jahrhundertsbereitet worden zu sein. Die ältere Bereitungsweiso bestand darin, dass 4 Th.roher Weinstein und 1 Th. Eisenfeile mit einander gekocht, die Auflösung biszur Salzhaut abgerauchl und die durchs Abkühlen erhaltenen grünlichen, nurwenig Eisen enthaltenden Krystalle getrocknet und aufbewahrt wurden. Nachverschiedenen vorgeschlagenen Verbesserungen stellte Bucholz genaue Versuchean und machte im Jahre 1811 das hier vorgeschriebene Verfahren bekannt. Erwies (Trommsd. J. XX. 1. S. 40) nach, dass die freie Weinsäure des Weinsteinsdas Eisen veranlasse, sich auf Kosten eines Theils Wasser unter Entbindungvon Wasserstoffgas zu oxydiren, dass hierdurch weinsaures Eisenoxydul gebil-det werde, dass dieses aber eine schwer auflösliche Verbindung sei. Mit Feuch-tigkeit und Luft aber in Berührung stehend, habe diese Verbindung die Eigen-schaft, sehr schnell mehr Sauerstoff anzuziehen, ins Maximum der Oxydationüberzugehen und dann die neutrale Doppelverbindung von weinsaurem Eisen-oxyd und xveinsaurem Kali darzustellen, aus welcher die sogenannten Stahlku-geln geformt werden. Man dürfe also weder zu viel Eisenfeile noch ein eiser-nes Geschirr anwenden, wodurch nämlich derUebergang des weinsauren Eisen-oxyduls in weinsaures Eisenoxyd verhindert wird.
Auf diese Versuche Bucholz's ist denn auch unser jetziges Verfahren ge-gründet, wozu, wenn man den Eisenweinstein im reinen Zustande bereiten will,Weinsteinkrystalle angewandt werden 'müssen. Man vermengt also in diesemFalle 4 Th. gereinigten Weinstein mit 1 Th. reiner Eisenfeile in einer Porzellan-schale und macht mit Wasser einen dünnen Brei. Man setzt die Schale in einwarmes Sandbad, rührt die Masse öfters um, setzt, wenn sie eine steife Con-sistenz erlangt hat, wieder heisses Wasser hinzu und verfährt wie vorhin, wel-
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