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1 (1847)
Entstehung
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EMPLASTRUM PLUMBI SIMPLEX.

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Zeit kam zu der Masse noch ein Zusafz von Safran, wodurch das Pflaster einehochgelbe Farbe erhielt, und da dieses Pflaster, als Heil- und Zugpflaster, imHandverkäufe auch' jetzt noch meistentheils von dieser Farbe verlangt wird, sokann das zu diesem Zwecke bestimmte Pflaster, da der Apotheker genöthiglist, dem Vorurtheilo des Publikums nachzugeben, mit Orlean gefärbt werden,ohne dass ihm jedoch auch nur das Mindeste an den Schleimharzen entzogenwerde. Das zu den ärztlichen Verordnungen bestimmte Pflaster muss aber völligungekünstelt dispensirt werden.

Emplastrum Plumbi simplex. Einfaches Bleipflaster.

(Emplastrum Lithargyri simplex. Einfaches Bleiglättepflaster.)[Emplastrum Diachylon simplex. Einfaches Diachylonpflaster.)

Nimm: Aufs Feinste pulverisirte Bleiglätte fünf Pfund,Baumöl neun Pfund.Koche bei gemässigtem Feuer, unter beständigem Umrühren mit einemSpatel, und unter bisweiligem Eintröpfeln von ein wenig warmem ge-meinen Wasser bis zur gehörigen Pflasterconsistenz.

Es sei weisslich, zähe, nicht fettig, und lasse keine Spuren von nichtaufgelöster Bleiglälte erkennen.

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Die Entstehung der Pflaster, wenn Fette, als Baumöl, Schweineschmalz, Repsöl,mit Bleioxyden und etwas Wasser in dem gehörigen Verhältnisse gekocht werden,ist bereits bei Emplastrum Cerussae abgehandelt worden. Mit dem reinen Blei-oxyde geht die Pflasterbildung leichter und rascher von Statten als mit demBleiweisse, und erfolgt auch, wie wir gesehen haben, bei einem niedrigeren Tem-peralurgrade, nämlich bei 10ö" R. Bb.ixdes hatte vorgeschlagen, das einfacheSilberglattepflaster durch gegenseitige Zersetzung aus weisser Seife und neutralemessigsauren Bleioxyde zu bereiten, indessen wird dadurch, wie bei EmplastrumCerussae bereits angeführt worden, ein anderes Präparat erhalten, nämlich neu-trales fettsaures Bleioxyd, wogegen das durch Kochen bereitete Pflaster dasdreifach basische Salz ist.

Die Fette erhalten stets durch das Kochen mit Blcioxyden eine mit der Mengedes aufgenommenen Bleioxydes im Verhältnisse stehende Consistenz, und dieEigenschaft, an der Luft schnell zu trocknen. Eine flüssige Verbindung vonBleioxyd mit Oel ist der gewöhnliche Malerflrniss, wozu die trocknenden fettenOele, Leinöl, Mohnöl, Nussöl — zur Pflasterbereitung unbrauchbar — ange-wandt werden. Auf 100 Th. Oel pflegt man 3 Th. Bleiglätte, eben so viel Blei-weiss, Umbra und gebrannten Gips (zur bessern Ausscheidung der schleimigenTheile des Oels) zu nehmen, und Alles bei schwachem Feuer einige Zeit hin-durch unter fortwährendem Abschäumen im gleichförmigen gelinden Kochen zuerhalten, bis wenig Schaum mehr entsteht und dieser röthlich zu werden an-fängt, worauf man den Firniss abkühlen und durch ruhiges Stehen sich klärenlässt. Nach Leuchs (Erdmann's 3. VII. S. 133) kann das sechslelessigsaure Blei-oxyd, welches man durch Kochen von etwas Bleizucker mit viel Bleiglätte alsein schwer lösliches weisses Pulver erhält, mit grösserem Nutzen als ßleiglättezur Beförderung der trocknenden Eigenschaften der Oele angewandt werden.

Das einfache Silberglättepflaster muss die angegebene gelblichweisse, nichtaber eine bräunliche Farbe haben, nicht fettig sein, sondern eine gute Pflaster-Dulk's preuss. Pharmakopoe. 5. Aufl. 41

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