ELEMI.
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des Innern zu Neapel der dasigen Correctionsanstalt das Privilegium erthcilt worden,ausschliesslich den Theriak zu bereiten und zu verkaufen. Jeder Apotheker derHauptstadt muss der Anstalt jährlich 2 Pfund und jeder Apotheker in der Pro-vinz 1 Pfund abnehmen. Wo Theriak als Hausmittel ohne ärztliche Verordnungverlangt wird, darf diese Zusammenmischung, die auf die Unze ungefähr S GranOpium enthält, nicht verabreicht werden, sondern nur eine ohne Opium ge-machte Mischung, wo sie dann aber auch das Phüonium romanum, das Electua-rium requielis Nicolai, Mithridat u. s. w. ersetzen wird.
Der Theriak wird sowohl innerlich als auch äusserlich , als Pflaster, ge-braucht. Wenn der Theriak durch die Aufbewahrung zu trocken geworden seinsollte , so muss man ihn nur mit etwas Malagawein, nicht mit Honig, versetzen,damit das Verhältniss des Opiums nicht zu sehr abgeändert werde.
Elemi. Elemi.
(Icica Icicariba DeC. Burseraceae.)
Ein festes Harz, aussen härter, innen weicher und zähe, in derHand geknetet erweichend, von citronartiger Farbe, beim Reiben weiss,halbdurchscheinend, von etivas fenchelartigem Gerüche. Es ist der ander Luft erhärtete Saß, der aus dem in Brasilien einheimischen Baumeausßiesst.
Jetzt kommt auch ein anderes Harz im Handel vor in cylinderför-migen, weissen, aussen undurchsichtigen, innen halbdurchscheinenden,in der Hand geknetet erweichenden Stücken, welches auch angewendetwerden kann. Es kommt, wie man sagt, von einem unbekannten Baume.
Von Elemi sind zu verschiedenen Zeiten verschiedene Sorten in den Handelgebracht worden, deren Abstammung sich nicht mit Sicherheit angeben lässt,und kommen auch jetzt vor. In Geiger's Handb. d. Pharm. II. 1218 werdenbeschrieben: 1) Westindisches, amerikanisches oder brasilianisches Elemi. 2)Elemi in Kuchen aus Guiana oder Mexiko. 3) Afrikanisches oder wahres Elemi(Brandes' Arch. XX. 2t 9), welches kaum oder selten im Handel vorkommt, und4) Bengalisches Elemi (Geig. Magaz. XXXIV. 28S). Nach Kosteletzky (Med.pharm. Flora 1228) liefert Amyris Plumieri DeC., zu welcher vielleicht A. elemi-fera L., die sonst als die eigentliche Mutterpflanze des Elemi bezeichnet wurde,gehört, eine Sorte Elemi, die in Westindien angewendet wird, Icica IcicaribaDeC. (S. 1223), zu Amyrideae, Abth. Burseraceae, gehörig, ein in Brasilien ein-heimischer Baum, aber die Sorte Elemi, welche nach Europa kommt. In Ost-indien liefern Amyris Agallocha Roxb., einige Arten von Gardenia, und auf denMolukken Canarium commune L. ebenfalls Sorten des Elemi.
Nach Endlicher (Medic. Pflanzen d. Oestr. Pharmak. 1842. S2S) beruht diebisherige Annahme der Amyris elemifera L. als Mutterpflanze des Elemi auf ei-nem Irrthume Linne's , der zwei von ihm nie gesehene Bäume, die von Plumierbeschriebene antillanische Elemifera (Amyris Plumieri DeC), und die Icicaribades Marcgrav und Piso in eine Art vereinigte. Gegenwärtig weiss man mitBestimmtheit, dass die beiden Pflanzen zu zwei sehr verschiedenen Gattungengehören, und da es sehr zweifelhaft ist, ob Elemi aus Westindien kommt, die-ses Harz aber in Menge aus Brasilien gebracht wird, so kann man miteinem vorerst hinreichenden Grade von Wahrscheinlichkeit den brasiliani-
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