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CUPRUM SULPHURICUM VENALE.
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also 613,645 . 2 = 1227,290, d. h. auf 1 Th. 2,5, genommen werden, damitnämlich 1 At. Säure in Sauerstoff, der zur Oxydation des Kupfers verwandt
wird, und in gasförmig entweichende schweflige Säure, S in S und 0, zersetztwerden könne, und 1 At. Schwefelsäure übrig bleibe, welche sich mit dementstandenen Kupferoxyde verbinden könne. Die Erhitzung wird hierbei solange fortgesetzt, bis die Masse in der Retorte völlig trocken geworden ist, wosie eine schmuzigweisse Masse bildet. Diese wird zerrieben, in heissem destil-lirten Wasser aufgelöst, die blaue Auflösung filtrirt und zur Krystallisation ge-bracht.
Das schwefelsaure Kupferoxyd schiesst in schön blau gefärbten rhomboi-dalen Krystallen an; das speeifische Gewicht derselben ist = 2,1943. Es hateinen herben, widerlichen Metallgeschmack, röthet Lackmus und beschlägt ander Luft mit einem weissgrünlichen Pulver. Ueber die Löslichkeit dieses Salzes,die gewöhnlich in der Art angegeben wird, dass es 4 Th. kaltes und 2 Th.heisses Wasser zur Auflösung erfordere, haben Brandes und Ghlweb (Trommsd.N. J. XII. 1. 1826. S. 92) genaue Versuche angestellt und gezeigt, dass die Lös-lichkeit des krystallisirten schwefelsauren Kupferoxyds in Wasser bei verschie-denen Temperaturgraden nicht um gleiche Grössen mit den steigenden Tempe-raturen wachse, sondern mehrfache Oscillationen darbiete. 1 Th. Wasser nimmtbei 15° R. 0,37, bei 25°R. 0,54, bei 30° 0,59, bei 40 u 0,78, bei 50° 0,87, bei60° 0,92, bei 70° 1,29, bei 80° 1,81 und bei 83° R., dem Siedepunkte der con-centrirtesten Lösung, 2,09 krystallisirtes schwefelsaures Kupferoxyd auf. InWeingeist ist es unauflöslich. Das Salz verliert bei massiger Erwärmung seinKrystalhvasser, ohne zu fliessen, und wird dann wasserfreies schwefelsauresKupferoxyd. In heftiger Glühhitze wird es zerstört; es entweicht Schwefel-säure, Sauerstoffgas und schweflige Säure, und schwarzes Kupferoxyd bleibtzurück. Setzt man zu der Auflösung des Salzes ein wenig Aetzkali, so schlägtsich basisch schwefelsaures Kupferoxyd als ein hellgrünes voluminöses Pulvernieder; setzt man aber Aetzkalilauge in überschüssiger Menge hinzu, so er-scheint ein schöner bergblauer Niederschlag, der Kupferoxydhydrat ist. Daskrystallisirte Salz ist zusammengesetzt aus 1 At. Kupferoxyd, I At. Schwefel-säure und 5 At. Wasser, CuS + 5H = 1559,235, und enthalt hiernach in100 Th.: Kupferoxyd 31,79, Schwefelsäure 32,H, Wasser 36,07. Das wasser-leere Salz, CuS — 996,760, besteht aus 49,73 Kupferoxyd und 50,27 Schwe-felsäure.
Die Reinheit des schwefelsauren Kupferoxyds wird auf folgende Weise ge-prüft. Das Kupferoxyd ist in Aetzammoniakllüssigkeit auflöslich, nicht aber dasEisenoxyd, welches sich aus der Auflösung des Salzes absetzt. Zinkoxyddagegen ist eben so wie das Kupferoxyd in Aetzammoniak auflöslich, man mussdaher einen andern Weg zur Erkennung dieser Beimengung einschlagen. Da dasZink aus seinen sauren Auflösungen nicht, wohl aber das Kupfer durch Schwe-felwasserstoffgas niedergeschlagen wird, so dürfen wir die Auflösung des zuprüfenden Salzes nur mit etwas Schwefelsäure versetzen und dann schwefelwasser-stoffhaltiges Wasser zusetzen, oder besser Schwefelwasserstoffgas hineinleiten,so lange als noch ein Niederschlag damit entsteht. Hierauf wird die Flüssigkeitvon dem Niederschlage klar abfiltrirt und mit kohlensaurem Kali versetzt, wel-ches dann das noch in der Auflösung befindliche Zinkoxyd niederschlagen wird,das noch deutlicher daran erkannt wird, dass es beim Glühen gelb wird, beimErkalten aber wieder seine weisse Farbe annimmt. Ist ein käuflicher Kupfer-vitriol frei von Zink, aber eisenhaltig, so kann man ihn nach Tbojwsdohff hier-von durch folgendes Verfahren befreien: man löst etwa I Unze Kupfervitriol in