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Theod. de Saussure.
ihnen in dieser Periode weniger günstig zu sein als in späterenAbschnitten ihrer Entfaltung. Ich liess in zwei Bechern, vondenen der eine mit destillirtem, der andere mit angesäuertem*)Wasser gefüllt war, zwei mit 24 Löchern versehene Plattenschwimmen, die dazu bestimmt waren, ebenso viele in destillirtemWasser gekeimte Erbsen aufzunehmen. Ihre Würzelchen hattenbeim Beginne des Experiments eine Länge von 6 Millimetern(2-| Linien).
Nach Verlauf von 10 Tagen hatten sich die Wurzeln im de-stillirten Wasser um 1,3 Decimeter (5 Zoll) mehr verlängert alsdiejenigen in dem gashaltigen Wasser; [28] die Stengel undBlätter waren in demselben Verhältniss entwickelt. Aber nachVerlauf eines Monats, als die durch gashaltiges Wasser ernähr-ten Pflanzen sich stärker entwickelt hatten, unterschieden siesich nicht mehr von denjenigen, welche in reinem Wasser wuchsen,und welche einige Tage vorher das Maximum ihres Zuwachses er-reicht hatten. Diese wurden sogar ihrerseits durch die ersterenübertroffen; denn die Erbsenpflanzen im gashaltigen Wasserhatten nach Verlauf von 6 Wochen eine Zunahme von 4 6,4 Gramm(12 Quentchen und 10 Gran) erfahren, während diejenigen,welche in reinem Wasser wuchsen, um 45,5 Gramm (11 Quent-chen und (56 Gran) zugenommen hatten.**) Es ist wichtig zubeachten, dass Senebier gefunden hat, dass die jungen Blätterbei gleichem Volumen und in derselben Zeit weniger kohlensau-res Gas zersetzen als die ausgewachsenen Blätter.
[29] In den soeben mitgetheilten Versuchen wuchsen dieStengel der Pflanzen in freier Luft und empfingen nur durch dieWurzeln das fremde kohlensaure Gas, welches ihnen im Wassergelöst geboten wurde. Es bleibt mir jetzt noch übrig zu prüfen.
*) Dies Wasser enthielt im ersten Augenblick an kohlensauremGas ungefähr ein Viertel seines Volumens ; als es jedoch in der Sonneder freien Luft ausgesetzt war, bewahrte es davon nur eine ausser-ordentlich viel geringere Menge während des ganzen Verlaufs desVersuches, der 6 Wochen gedauert hat; das gashaltige Wasser warwährend dieses Zeitraumes viermal erneuert worden.
**) Ruckert {Crell's Annalen) hat gefunden, dass in mit Garten-erde gefüllte Töpfe gepflanzte Bohnen und Veilchen besser gediehen,als sie mit Wasser, das ein Drittel seines Volumens an kohlensauremGas enthielt, als wenn sie mit destillirtem Wasser begossen wurden.Ich konnte keinen merklichen Unterschied wahrnehmen, als ich das-selbe Experiment mit Weizen anstellte; es ist möglich, dass meineErde, welche reicher an Dünger war, den Pflanzen eine überflüssigeMenge kohlensauren Gases lieferte.