Chemische Untersuchungen über die Vegetation.
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für andere analoge Verbindungen so zahlreiche Beispiele ange-geben hat, ist nicht das einzige wahrnehmbare Ergebniss diesesVersuches. Ich beobachtete, dass eine sehr grosse Menge phos-phorsauren Kalks vollständig im Kali gelöst wird, und dass sichdann phosphorsaurer Kali-Kalk [potasse phosphatee de chaux]bildet. 325] Ich liess 300 Theile Kali (gelöst in ungefähr demdoppelten Gewicht Wasser) mit teigigem und durch Ammoniakfrisch gefälltem phosphorsaurem Kalk eine Stunde lang kochen.Das bei Glühhitze getrocknete Phosphat wog vor dem Versuch25 Theile. Die Abkochung wurde filtrirt. Der durch das Kalinicht gelöste Rückstand wog nicht mehr als 9 Theile; er wurdein Salpetersäure gelöst und mit Ammoniak gefällt. Der beiGlühhitze getrocknete Niederschlag wog nur 6 Theile. Die fil-trirte Lösung wurde mit kohlensaurem Natron oder Ammoniakgemischt; dies Salz schied einen halbenTheil kohlensauren Kalkdaraus ab. Das Kali löste also in diesem Versuch drei Vierteldes phosphorsauren Kalks und zersetzte wirklich nur den fünf-zigsten Theil davon.
Ich erhielt fast genau dieselben Ergebnisse, als ich beiSchmelztemperatur in einem Platintiegel getrockneten phosphor-sauren Kalk mit getrocknetem Kali behandelte. Das Phosphatwog 20 und das Kali SO Theile. Das undurchsichtige Glas,welches aus diesem Gemisch hervorgeht, wurde in Wasser ge-löst und filtrirt; der in dieser Flüssigkeit unlösliche Rückstandwog 12 Theile. Sie wurden in Salpetersäure gelöst und mitAmmoniak gefällt; dies schied nur 6-| Theile phosphorsaurenKalk daraus ab.
[326] Die filtrirte Lösung wurde mit kohlensaurem Natrongefällt, das aus ihr 2|- Theile kohlensauren Kalk abschied.
Die nach den soeben besprochenen Verfahren erhaltenenVerbindungen des überschüssigen Kalis mit phosphorsauremKalk unterscheiden sich durch einige Eigenschaften von der Ver-bindung, welche man aus der Mischung von Kalkwasser undphosphorsaurem Kali erhält.
Folgende Eigenschaften beweisen, dass das überschüssigeKali nicht unwirksam ist, und dass es mit einer sehr mächtigenAffinität auf den Kalk einwirkt. Ich sagte, dass die wässe-rige Lösung des kalihaltigen phosphorsauren Kalks durch Oxa-late zersetzt wird. Aber der phosphorsaure Kali-Kalk [potassephosphatee de chaux] trübt sich nicht durch diese Reagentien ;diese zeigen den Kalk nur an, wenn man das scheinbar über-schüssige Kali sehr genau durch eine Säure sättigt. Es fehlt