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2 (1890)
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Chemische Untersuchungen über die Vegetation.

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nimmt es in grösster Menge die Stoffe auf, deren Lösungen ansich, am wenigsten zäh sind.

4. Wenn man das Gewicht des Extractes, welches der frucht-barste Boden liefern kann, mit dem Gewicht der getrocknetenPflanze, welche sich auf ihm entwickelte, vergleicht, so findetman, dass sie nur eine sehr kleine Menge ihrer eigenen Substanzaus demselben zu schöpfen vermag.

F2721

Neuntes Kapitel.

Untersuchungen über die Asche der Gewächse.

§ l.

Heber die von einigen Schriftstellern angestellten Beobachtungen überdie Mengen Asche, welche die Gewächse liefern.

Die Erfahrung lehrte seit Langem, dass die Gewächse vongleichem Gewicht in Bezug auf die Menge von Asche, welche siehervorbringen können, nach der Art variiren. Doch ging manauf die allgemeine Quelle dieser Erscheinung nicht zurück. Manforschte dem Ursprung dieser Aschen und der Ursache ihrerVerschiedenheit nicht nach. Vordem ich von meinen eigenenBeobachtungen spreche, will ich in wenig Worten die bereits be-kannten in das Gedächtniss der Leser zurückrufen.

Die Inspectoren der Salpeterfabrik in Frankreich, [273]Kirivan und Ruckert*), fanden, dass bei gleichem Gewicht"io krautigen Pflanzen nach ihrem Trocknen mehr Asche alsdie holzigen Pflanzen liefern. Dies Ergebniss wurde von allen,welche sich mit den Producten der Veraschung beschäftigten,bestätigt. Pertuis lieferte für dies Princip eine schöne Bestä-tigung, als er ermittelte, dass der Stamm der Bäume wenigerAsche als die Zweige, und diese weniger Asche als die Blätterhervorbringen. (Annales de Chimie, tome XIX.) Dies ist aberauch Alles von den Ergebnissen dieses Schriftstellers, woranman sich halten kann; seine anderen Behauptungen, 1. dass dietrocken verbrannten Pflanzen weniger Asche als die frisch ver-brannten enthalten, 2. dass faules Holz weniger Asche als ge-

*) Memoire sur les Engrais, par Kirwan. Societe royale d'Irlande,vol. 5, p. 129, und Buchert's Feldbau.