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2 (1890)
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Theod. de Saussure.

in der Asche, welche mehr als ein oder zwei Hundertstel reinenoder kohlensauren Kalk enthält, zu suchen.

[319] Das phosphorsaure Kali ist wohl in der Asche enthal-ten, welche diese Erde im grösseren Verhältniss enthält: es kommtjedoch in ihr in so geringer Menge vor, dass es vernachlässigtwerden kann.

a. Ich mische die Salze mit Essig und dampfe bis fast zurTrockne ein. DerKückstand wird mit Alkohol gemischt, welcher,indem er das Acetat löst, die grösste Menge des in der Ascheenthaltenen überschüssigen Kalis aufnimmt; dies Product wirdaufgehoben*).

b. Die in Alkohol unlöslichen Salze wie das phosphorsaureKali, die salzsauren und schwefelsauren Salze und ein wenigfreies Kali werden in Wasser gelöst und mit essigsaurem Kalkim Ueberschuss gemischt; dieser letztere zersetzt das phosphor-saure Kali; das Gemisch wird stark gekocht und fast bis zurTrockne eingedampft. Diesen Teig verdünnt man mit vielWasser, man trennt ihn durch das Filter und trocknet ihn beistarker Hitze**). [320] Der Teig wird mit Essig (c) gemischt,bis diese Säure ihm nichts mehr entzieht. Der bei dieser Ope-ration verbleibende unlösliche Rückstand ist reiner phosphor-saurer Kalk, der von der Zersetzung des phosphorsauren Kalisherrührt; der im Verhältniss von 100:129 vermehrte reine phos-phorsaure Kalk giebt das Gewicht der phosphorsauren Alkalien(d), welche in der Asche ohne überschüssiges Kali enthalten sind.

Alle essigsauren Lösungen [a und c), das Waschwasser in-begriffen, wurden zusammen bei Glühhitze eingedampft undfiltrirt, dann wurden sie von Neuem bei Glühhitze eingedampft.Dieser Rückstand (e) wird gewogen; er enthält alles in derAsche vorkommende Kali mit Einschluss dessen, das in dieZusammensetzung des phosphorsauren Kalis eingeht, und fernerdie Salzsäuren und schwefelsauren Alkalien. Man löst allediese Salze lieber in Salpetersäure als in Wasser auf, weil dasKali ein wenig Kohlensäure enthält, deren Menge man aus

*) Vielleicht würde es genauer sein, diese erste Operation \a ,welche durch Essig und Alkohol nur einen Theil des überschüssigenKalis entfernt, und welche ein wenig phosphorsaures Kali entzieht,zu unterlassen. Ich wandte dies Verfahren nur an, weil es die_ übrigeAnalyse weniger beschwerlich gestaltet, und weil es viel Essigsäureund essigsauren Kalk spart.

**) Der Essig löst ein wenig phosphorsauren Kalk, wenn er nachder Fällung nicht getrocknet worden ist.