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Theod. du Saussure.
Sonnenblume, im getrockneten Zustande betrachtet, nach directerBeobachtung erworben hatte.
Die Berechnung, welche ich soeben anstellte, ist ohneZweifel weit davon entfernt, genau zu sein; indem ich jedochannehme, dass die Menge von Nährstoffen, welche die Pflanzemit ihren Wurzeln aus dem Boden schöpft, in meiner Schätzungzwei- oder dreimal zu gross oder zwei- oder dreimal zu klein sei,so bleiben doch die wesentlichen und allgemein gültigen Ergeb-nisse, welche ich im Auge habe, nichts destoweniger die näm-lichen. Sie beweisen gleichfalls, dass das Humusextract, dass dieGase, dass alle in Wasser löslichen Stoffe, welche aus dem Bodenherrühren, und welche in die Wurzeln einer grünen Pflanze ein-dringen, wenn man vom Wasser ganz absieht, nicht den grösserenTheil des Gewichtes der Pflanze im Trockenzustand ausmachen.Indessen findet man stets, dass sie merklich in dieselben eindrin-gen, und dass sie gleich Nährstoffen trotz ihrer geringen Mengeeinen mächtigen Einfluss auf das Wachsthum der Gewächse aus-üben. [270] Man erkennt, dass das Wasser, welches das Gewächstheils aus dem Boden, theils aus der Atmosphäre schöpft, undwelches es in feste Substanz verwandelt, in Gewicht den grösstenTheil der Trockensubstanz der Pflanze ausmacht; dass ihr derKohlenstoff in Gasform aus der Atmosphäre in grösserer Mengegeliefert wird als aus irgend einer anderen Quelle; dass aberder Stickstoff, die Salze und die Erden, welche Bestandteileam wenigsten reichlich in der Pflanze vorhanden sind, 1. ausden aus dem Humus durch die Wurzeln geschöpften Lösungenvon extractiven und salzigen Stoffen, 2. aus den in der Atmo-sphäre suspendirten vegetabilischen und animalischen Stoffen,welche sich auf dem Gewächs niederschlagen, herrühren.
Rückblick.
1. Die Wurzeln der Pflanzen nehmen die Salze und die Ex-tracte auf, aber in kleinerem Verhältniss als das Wasser, welchesdiese Salze und diese Extracte gelöst enthält.
2. Das Abschneiden der Wurzeln, ihre Zersetzung und imAllgemeinen das Hinsiechen der Vegetation begünstigen das Ein-dringen der Salze und Extracte in die Pflanzen.
3. Ein Gewächs nimmt nicht im gleichen Verhältniss alle inein und derselben Lösung enthaltenen Stoffe auf; es nimmt unterdenselben besondere Ausscheidungen vor; [271] im Allgemeinen