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Pflanzenmikrochemie : ein Hilfsbuch beim mikrochemischen Studium pflanzlicher Objekte ; mit 137 Abb.
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Iso- und heterocyklische Verbindungen.

uuil ist wahrscheinlich identisch mit der Betulase von Gaultheria procumbens,Betula lenta und Monotropa hypopytis. Zur Darstellung eines enzynireiehenPulvers eignen sich am besten die getrockneten Kelchblätter von Primula off.(sie werden mit 80% Alkohol und mit Äther behandelt [zur Entfernung derGlykoside und dos Öles], dann getrocknet und gepulvert. Das mit Wasser ver-riebene Pulver darf keinen Anisgeruch entwickeln)').

In Primula officinalis hat Goris die Lokalisation der Primeveraseermittelt.Die Schnitte werden auf ein Uhrglas gebracht und dort

mit einigen Tropfen Millonscher Lösungübergössen. Man erwärmt dann gelindeund nimmt die Präparate aus der Flüssig-keit heraus, sobald sie sich gleichmäßigrosa gefärbt haben. Zum Schluß legt mansie in Glyzerin." Die Enzymzellen führengleichzeitig Gerbstoffe; sie reagieren mit,,Kaliumbichromat mit 1 / 5 Ferrosulfat odersehr verd. Eisenchloridlösung bezw. l°/ 0Kupferazetatlösung." Auch nach mehr-wöchentlicher Behandlung mit Alkohol (zurEntfernung der Gerbstoffe) färben sich dieEnzymzellen mitMillon ziegelrot. Eine Frei-präparation der Enzymzellen gelingt wegender geringen Größe der Elemente nicht.Die Enzymzellen finden sich in allenTeilen der Pflanze: in der Wurzel im Zen-tralzylinder, nicht im Rindenparenchym(damit stimmt überein, daß man die Wurzel zur Entwicklung des cha-rakteristischen Geruches [zur Spaltung der Glykoside] zerquetschenmuß,ein einfaches Zerreiben genügt nicht"), im Blatt und Blattstiel,Blütenschaft und Blütenstielvorwiegend in der Umgebung der Bast-,Holz-, Gefäßbündel", in Kelch- und Blumenblättern außerdem noch inder Epidermis (Fig. 102). Die Ölglykoside, Primeverin und Primula-verin, sind jedenfalls gleichmäßig im Parenchym verteilt. Ihr Nach-weis gelingt aber nur schlecht (nach Guignard, S. 393 unt.).

Fig. 102. Primula off. (Kelchblatt,

Querschnitt), die sog. Enzymzellon

sind schwarz eingezeichnet

(nach A. Goris).

Proteolytische Enzyme.Zum Nachweis peptolytischer Enzyme (in den Kannen von Nepenthesu. a.) würde sich wahrscheinlich die Methode von Abderhalden undSchittenhelm 2 ) mikrochemisch (auch in Präparaten) verwenden lassen.

') A. Goris, M. Mascre et Ch. Vischniac, Etüde des essences de Prime-vere, Roure-Bertrand fils, Berichte 1912, II, S. 3. .

a ) E. Abderhalden u. A. Schittenhelm, Über den Nachweis peptolyti-scher Permente, Ztschr. f. pbys. Chem., 1909, LXI, S. 421.