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Tartarus stibiatns. Brechweinstein.
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wenig Wasser nach und trocknet sie zwischen Fließpapierbei 25—30°.
Chemischer Vorgang. Weinstein und Antimonoxyd reagierenzusammen nach folgender Gleichung:
CHOH•COOK CHOH • COOK
+ Sb 2 0 3 = 2
2-
CHOH-OOOII
CHOH • COO • SbO
Bei den oben gewählten Gewichtsverhältnissen ist das imWasser unlösliche Antimonoxyd etwas im Überschuß; dadurchwird vermieden, daß beim Erkalten des Filtrates Kalium bitartari-cum, das in heißem Wasser nicht schwor (etwa 1 : 20) löslich ist,zusammen mit dem Brechweinstein sich ausscheidet.
Eigenschaften. Der kristallisierte Brechweinstein, dery 2 Molekül Kristallwasser enthält, bildet farblose Kristalle,löslich in 3 Teilen siedendem, in 17 Teilen kaltem Wassermit saurer Reaktion; in Weingeist ist er unlöslich. In fürdie Rezeptur sehr handlicher Form, als feines Pulver, er-hält man ihn, wenn man seine konzentrierte, wäßrige heißeLösung (1 : 4) in das gleiche Volumen Weingeist unter Um-rühren eingießt und bis zum Erkalten rührt; das so er-haltene feine Kristallmehl — Tartarus stibiatus alco-holisatus — hat dieselbe Zusammensetzung wie das ausWasser kristallisierte Salz.
Die wäßrige Lösung schmeckt widerlich süß; sie gibt mitKalkwasser einen weißen, in Essigsäure leicht löslichenNiederschlag von Calciumtartrat, nach dem Ansäuern mitSalzsäure mit Schwefelwasserstoff einen orangerotenNiederschlag von Antimontrisulfid Sb 2 S 3 .
Prüfung. Prüfung auf Arsen s. Bd. II und Bd. III. Maßana-lytischo Bestimmung des Antimons s. Bd. III.
Stöchiometrische Aufgaben. 1. Wieviel Gramm Antimontrioxydsind zur Überführung von 50 g Kalium bitartaricum in Brech-weinstein nötig und 2. wieviel des letzteren erhält man theo-retisch ?
Resultate s.S. 110.