Spiritus saponatus. Seifenspititus.
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Darstellung 1 . In einen 2 y 2 1-Kolben gibt man 180 gOlivenöl, 210 g Kalilauge und 225 g Weingeist und läßt dasGemisch verschlossen unter wiederholtem Umschüttelnso lange stehen, bis vollständige Verseifung eingetreten istund eine Probe der gleichmäßigen Flüssigkeit mit Wasserund Weingeist ohne Trübung sich mischen läßt. Alsdanngibt man die noch fehlenden 675 g Weingeist und 510 gWasser hinzu, läßt einige Tage absetzen, filtriert die Mi-schung und stellt sie durch Zusatz von Wasser oder Wein-geist auf das spezifische Gewicht 0,925—0,935 ein. Aus-beute 1800 g.
Chemischer Vorgang. Das Olivenöl enthält der Hauptsachenach Glycerinester der Palmitinsäure, Stearinsäure und Öl-säure neben geringen Mengen Glycerinestern der Arachinsäuro undLinolsäure (Leinölsäure); diese Ester werden durch die Kalilaugeverseift, wobei sich die Kaliumsalze der betreffenden Säuren —Kaliseife — und freies Glycerin bilden, z. B.:
C17H35CÜO • LHo
I "C ]7 H 35 COO-CH+3KOH =
IClitfOÜO • CH a
Stearinsäureglycerin-ester
Die Verseifung ist beendet, sobald die Mischung von öl, Kali-lauge und Weingeist gleichmäßig geworden ist, und eine Probe mitWasser und Weingeist sich klar mischen läßt; sie dauert bei 15—20"und bei den oben gewählten Gewichtsmengen einige Tage, läßtsich aber sehr beschleunigen, wenn man, wie die Ph. G. III vor-schrieb, das Gemisch auf dem Wasserbade bis zum Sieden desWeingeistes erhitzt.
Die Kalilauge enthält höchstens 15% KOH, 7 g enthalten alsohöchstens 1,05 g KOH; diese sollen 6 g Olivenöl verseifen, einemGramm Öl stehen also höchstens 175 mg KOH zur Verfügung;da die Verseifungszahl des Olivenöls zwischen 188 und 203 liegt,enthält der fertige Seifenspiritus des Arzneibuches eine kleineMenge Öl im unverseiften Zustande.
3C 17 H3 5 (JOOK-i
Stearinsauxes Kali
C 3 H 6 (ÜH) 3
Glycerin