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4 (1921) Übungspräparate
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Sapo medicatus. Medizinische Seife.

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sichtige, weiche, schlüpfrige Masse, in 2 Teilen Wasser undin Weingeist klar löslich.

Prüfung. Eine Lösung von 10 g Kaliseife in 30 ccm Weingeistmuß auf Zusatz von 0,5 ccm Vi n-Salzsäure klar bleiben eineTrübung oder Fällung würde Harzseife oder Kieselsäure an-zeigen und darf sich auf weiteren Zusatz von 1 Tropfen Phenol-phthaleinlösung nicht rot färben; da 1 ccm J /i n "Salzsäure,0,05611g KOH sättigt, dürfen also höchstens 0,28% Kalium-hydroxyd vorhanden sein.

Bestimmung des Gehaltes an Fettsäuren s. Bd. III.

Stüchiometrische Aufgabe. Ein Leinöl hat die Verseifungszahl194; wieviel löproz. Kalilauge ist nötig, um 86 g dieses Leinöls zuverseifen ?

Resultat s. S. 110.

Sapo medicatus. Medizinische Seife.

Ausgangsmaterial:

120 g Natronlauge; NaOH = 40,01.

50 g Schweineschmalz;

50 g Olivenöl;

12 g Weingeist;

25 g Natriumchlorid;3 g Soda.

Darstellung. Zu der im Wasserbade in einer 11-Porzellan-schale auf etwa 80° erhitzten Natronlauge (120 g) gebe manallmählich unter Umrühren das vorher geschmolzene Ge-misch von Schweineschmalz und Olivenöl (aa. 50 g); manerhitzt dann unter Umrühren y 21 Stunde, während wel-cher Zeit die Verseifung aber noch nicht zu Ende gebrachtist; dann fügt man 12 g Weingeist, der die Verseifung be-schleunigt, hinzu und erhitzt im bedeckten Gefäß weiterunter öfterem Umrühren, bis eine gleichmäßige, konsistenteMasse entstanden, d. h. alles Fett verseift ist; hierzu sind12 Stunden erforderlich. Dann fügt man unter Um-rühren in kleinen Anteilen 200 g heißes destilliertes Wasser