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4 (1921) Übungspräparate
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Chloroformium. Chloroform.

gebe 180 g Weingeist hinzu. Den Kolben verschließe manmit einem doppelt durchbohrten Stopfen, durch die eineÖffnung geht ein bjs in die Mischung reichendes Thermo-meter, durch die andere das Ableitungsrohr, das zumLiebigschen Kühler führt. Man erwärme dann auf demWasserbade auf 4550°, ist diese Temperatur erreicht,dreht man das Gas ab, da jetzt in der Kegel durch die Ein-wirkung des Chlorkalks auf den Weingeist eine Selbst-erwärmung erfolgt, bei der das entstandene Chloroformüberdestilliert. Sollte die Reaktion nachlassen, erwärmtman wieder. Sobald nichts mehr überdestilliert, füge manzum Destillat die doppelte Menge Wasser, schüttle gutdurch, lasse die untere Schicht, das Rohchloroform, ineinen kleinen Scheidetrichter laufen und wasche es drei-mal mit Wasser. Nun gibt man zu dem im Scheidetrichterbefindlichen Chloroform, unter guter Kühlung, allmählichdas gleiche Volumen konz. Schwefelsäure und läßt damitunter öfterem Schütteln 1 Tag lang stehen. Diese Behand-lung mit Schwefelsäure wiederholt man, bis die Schwefel-säure sich nicht mehr färbt.

Dann schüttelt man das so erhaltene Rohchloroform miteiner Lösung von Natriumcarbonat, um die noch anhaften-den geringen Mengen Schwefelsäure zu entfernen, undwäscht es wiederholt mit Wasser, bis dieses neutral reagiert.Das so gereinigte Chloroform läßt man unter häufigemSchütteln mit 2 g Chlorcalcium 56 Stunden lang stehen,filtriert von diesem ab und reinigt es durch Destillationim Wasserbade; Siedepunkt 5962 °. Ausbeute etwa 50 g.Durch Zusatz von 0,61% absolutem Alkohol bringt mandas Destillat auf das vorgeschriebene spezifische Gewicht.

Chemischer Vorgang. Durch die 1. Destillation erhält man einDestillat, das aus 2 Schichten besteht, die untere besteht ausChloroform, die obere aus einer wäßrig-alkoholischen Lösung von

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