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4 (1921) Übungspräparate
Entstehung
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22
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Aqua chlorata. Chlorwasser.

bis fast auf den Boden einer dreihalsigen Waschflasche 1 ) creicht, die mit etwa 50 ccm Wasser gefüllt ist. Durch denmittleren Hals der Waschflasche geht ein bis fast auf denBoden reichendes Sicherheitsrohr. Auf den dritten Halssetzt man ein Chlorcalciumrohr, das mit Glaswolle, diemit Wasser angefeuchtet ist, angefüllt ist: in diesem Kohrwerden die letzten Spuren Salzsäure zurückgehalten. Dasobere Ende des Chlorcalciumrohres trägt ein rechtwinkliggebogenes Glasrohr, das durch ein 3 cm langes StückchenGummischlauch mit dem ebenfalls rechtwinklig gebogenenEinleitungsrohr verbunden ist. Als Vorlage dient eine 1 1 / 2 1fassende Flasche, in die man 11 Wasser (1520°) gibt; dasEinleitungsrohr ragt in diese Flasche bis fast auf den Boden.

In den Kolben a gibt man 10 g gepulvertes Kaliumper-manganat; dann gibt man in einen Tropftrichter e, vonetwa 100 ccm Inhalt, dessen Ausflußöffnung verengt ist,70 g 25proz. Salzsäure (oder 60 g rohe 30proz. Salzsäure)und füllt nun zunächst das Abflußrohr mit Säure, indemman den Hahn etwas öffnet und wieder schließt, wenn dasRohr mit Säure gefüllt ist. Dann setzt man den Trichtermit Hilfe eines durchbohrten Stopfens auf den Kolben undöffnet den Hahn so weit, daß in der Minute etwa 30 Trop-fen Säure abfließen. Wenn alle Säure zugelaufen ist,schließt man den Hahn wieder, stellt eine Porzellanschalemit Wasser unter und erwärmt.

Das fertige Chlorwasser füllt man nach Feststellung desGehaltes (s. u.) in mit Glasstopfen verschließbare, 100 gfassende Flaschen, die man im Dunkeln aufhebt.

Chemischer Vorgang-, Salzsäure wirkt auf Kaliumpermanganatnach clor Gleichung:

KMn0 4 + 8 HCl = 5C1 + KCl + MnCl 2 + 4H 2 U .

x ) Woulffsche Flasche, wie man sie beim Nachweis von Arsen nachMarsh benutzt. Abb. s. Tox. Chemie, Bei. 465 unter Arsen.