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Isokarbozyklischc Verbindungen.
Als Hauptbestandteile der gereinigten Harze unterscheidetman nachfolgende Gruppen von Verb, meist wenig gekannter Konstit.
Resinosäuren, Harzsäuren, sind zum Teil Derivate des Retens (S. 546),z. B. Abietinsäure, C 20 H 30 O 2 , der Hauptbestandteil der Harze der Nadel-hölzer, Pimarsäuren, C 20 H 30 O s . u. isomere Golophen- u. Sapinsäuren .Pimarolsäure, C 16 H 2l) 0 2 , usw.
Sie finden sich meist frei, z. B. im Bernstein, Kolophonium (Geigenharz),•Podophyllin, Kopal, "Copaivabalsam (Copaiva- u. Illurinsäure), Fichtenharz,Canadabalsam (Canadin- u. Ganadolsäure), Sandarak, «Terpentin.
Resinole sind C-reiche, zykl. Alkohole oder Phenole (s. Amyrin S. 558 u.Phytosterine S. 561); sie treten teils frei, teils als Ester auf u. finden sich imBernstein (als Ester der Bernsteinsäure, S. 427). Guajakharz, Stocklack(Schellack), Thapsiaharz, Gummigutt, Japanlack, Jalapenharz, Euphorbium.
Resinotannole sind Resinole von Gerbstoffcharakter u. finden sich alsEster (Tannoresine) im Ammoniakharz, Acaroid- u. Aloeharz, Galbanum-,Asa foetida-, Benzoeharz, im Peru- u. Tolubalsam, Opopanax, Styrax.
Resine sind Ester der Resinole mit Harz-, Benzoe-, Zimtsäure usw. u.bilden den Hauptbestandteil des Perubalsams (*Bals. peruvianum), Tolu-balsams (*Bals. tolutanum), Styrax (Storax) u. des Bernsteins; Glukoresine,z. B. Gonvolvulin, spalten Zucker ab.
Resene sind indifferente sauerstoffarme Terpenderivate, unl. in Alhali-lauge; sie finden sich im Myrrhen-, Weihrauch-, Mastix-, Dammarharz,Bdellium, Gurjunbalsam, Elemiharz, Canadabalsam, Terpentin usw., Croton-harz, C 13 H 18 0 4 , bedingt die Wirkung des Crotonöles.
Im Handel unterscheidet man die Rohharze als
Weichharze (Harzbalsame); dieselben sind weiche oder halbflüssigeGemenge von äth. Ölen u. Harz, unl. in W., Iösl. in Wg. oder Ä.; da äth. Öle© aufnehmen (verharzen), so erhärten sie allmählich.
Gummiharze (Schleimharze, Gummi-Resinae), amorphe Gemengevon Gummi, Pflanzenschleim, Harz u. äth. Ölen, sind in W. (das Gummi)u. im Wg. (das Harz) nur zum Teil lösl., z. B. *Galbanum, *Myrrha.-
Fossile Harze sind Bernstein, Erdwachs u. Asphalt (Erdpech);letzterer jedenfalls durch allmahl. Oxydation von Petroleum entstanden.
Hartharze (Resinae) sind amorph, meistens hart u. spröde, wenig odergar kein äth. Öl enthaltend, unlösl. in W., lösl. in Wg., meist auch in Ä. u.»th. Ölen, z. B. Gummilack (Schellack), 'Dammarharz.
Kunstharze aus Terpenen, Phenolen, Cumaron, Inden usw. durch Konden-sation mit Formaldehyd, H 2 S0 4 usw. in flüss., fester u. harter Form darstellbar,finden als Bakelit, Resinit, Kunstmastix usw. techn. Anw.
Hydroisozykl. Kohlenwasserstoffe der Cholestan-grüppe u. deren Derivate.
Ckolestan, C 27 H48, aus den Cholesterinen, C 27 H 46 0, usw. erhaltbar,sowie die aus beiden durch Oxydation entstehenden Cholansäuren,C^H^Oa, usw. enthalten einen Hydronaphthalinring mit einem Hydroinden-ring kondensiert, also vier kondens. C-Ringe (S. 548).
Cholesterine oder Sterine sind einwert, unges. Ringalkohole mit 24u. mehr C-Atomen; sie bilden opt.-aktive Krist. u. finden sich verbreitet imPflanzen- u. Tierreich, namentlich in der Galle (cholos Galle, Stereos fest);ihre Palmitin- u. Stearinsäureester kommen vor in den Hautgebilden,namentlich in der Wolle, u. finden als Wollfett, ferner dieses gemengt mitW. als Lanolin, med. Anw.
Oxycholansäuren sind vierwert, einbas. unges. Säuren mit 24 C-Atomen, welche nebst den Choleinsäuren gebunden an Glykokoll oder aaTaurin die versch. Gallensäuren bilden.