Hydroisozykl. K.W. der Terpengruppe u. deren Derivate.
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Sadebaumöl Sabinol, Salbciöl Thujon, Cineol u. BorneoJ, Baldrianöl enthältBorneolester der Ameisen- u. Valeriansäure, Wermutöl Thujon.
Terpentinöl, 'Oleum Terebinthinae, durch Dest. des aus Nadel-hölzern fließenden Terpentins (*Terebinthina) mit W. gewonnen, siedetbei 160°, löst S, P, Harze, Kautschuk; durch Dest. mit Kalkwasser erhält manes säure- u. harzfrei als 'Oleum Terebinthinae rectificatum; an derLuft nimmt es O auf u. verharzt (Anw. zu Lacken usw.).
Tereben, ein Gemenge inaktiver Terpene, durch Dest. von Terpentinölmit wenig H 2 S0 4 erhalten, findet med. Anw.
Äth. Öle aus Mono- u. Polytcrpenen bestehend s. S. 558.Äth. öle aus Gemengen von Terpenen mit zykl. Verb, alsRiechstoffen bestehend, sind Bittermandelöl (Ol. Amygdalarum ama-rarum), enthält Benzaldehyd; Zimtöl ('Ol. Ginnamomi) enthält Zimt-aldehyd, Gaultheriaöl Salicylsäuremcthylesler, Muskalnußöl Myristicin.
Anisöl ('Ol. Anisi) enthält Anethol, Fenchelöl ('Ol. Foeniculi) AnetholU. Fenchon, C 10 H le O, Muskafnußöl ('Ol. Macidis) enthält Myristicol, G 10 H x6 O,Kümmelöl ('Ol. Carvl) enthält Carvol, Ci 0 H 14 O, Nelkenöl ('Ol. Caryophyl-lorum) enthält Eugenol, Pfefferminzöl ('Ol. Menthae piporitae) Menthol,Thymianöl ('Ol. Thymi) enthält Thymol, Ylangöl enthält Isoeugenol, Peter-silienöl Apiol, Kalmusöl Eugenol u. Asaion, Sassafrasöl enthält Safrol, dasäth. Öl der Satureja- u. Origanumpflanzen enthält Garvacrol.
Äth. Öle aus Gemengen von Monoterpenen mit aliph. Ter-penen bestehend (S.492) u. als Riechstoffe dienend, sind Rosenöl ('Ol. Rosae),das Geraniol enthält, Citronenöl ('Ol. Citri), das Linaloo), Citral u. Citronellalenthält, Bergamottöl u. Lavendelöl, die Linaloolacetat enthalten, Pomeranzen-schalenöl, das Citral u. Citionellal enthält, Raulenöl enthält Mclhylnonylketon,Orangcnblülenöl enthält Nerol, Geraniol, Indol.
Schwefelhaltige äth. Öle sind Isosulfocyanallyle, z. B. Senföl ('Ol.Sinapis) u. Meerrettigöl, oder Allylsulfide, z. B. Knoblauch- u. Zwiebelöl.
Riechstoffe heißen solche riechende Verb., welche wegen ihres Geruchsangewendet werden; die Mehrzahl der riechenden Verb. u. Riechstoffe findetsich als Bestandteile der äth. Öle; die Träger des Geruchs sind aliph. u. zykl.Alkohole, Aldehyde, Säuren, Ester, Sulfide, Nitrile, ferner Phenoläther u. einigeheterozykl. Verb. (Skatol u. Indol); Terpene sind nur vereinzelt eigentlicheRiechstoffe, hingegen ihre Alkohole u. Ketone, die Campherarten.
Da Terpene oft den Wohlgeruch der äther. Öle stören, so werden dieRiechstoffe von ihnen häufig durch frakt. Dest. getrennt u. fast rein alsParfüme in den Handel gebracht.
Während früher als Riechstoffe dienende äth. Öle fast nur aus Pflanzensüdlicher Länder gewonnen wurden, stellt man sie jetzt, nachdem ihre Zu-sammensetzung genau erforscht ist, namentlich in Deutschland, durch Mischenihrer synthet. erhaltenen Bestandteile, im großen her.
Harze (S. 553) bestehen (abgesehen von Beimengungen aus Gummi,Enzymen, Pl'lanzenschleim, Bitterstoffen, äth. ölen usw.) aus Gemengen versch.Harze, die schwer trennbar u. nicht unzersetzt destillierbar sind.
Sie sind unl. in W. u. Säuren, lösl. in Wg., Ä., äth. Ölen (Darst. vonLacken); sie lösen sich, infolge ihres Gehalts an Harzsäuren, in Alkalilaugezu sog. Harzseifen, welche wie Seifen schäumen u. als Seifenbeimengungensowie zum Leimen von Papier Anw. finden (S. 448); harzsaures Blei, Mangan,Kobalt, als sog. Resinate durch Fällen der Lös. der Harzseifen mit den betr.Metallsalzlös., oder Schmelzen der Harze mit den betr. Metalloxyden erhalten,lösen sich in fetten Ölen u. finden Anw. als Sikkative (S. 309); Mischungen vonHarzen mit Leinölfirnis oder Terpentinöl, nebst Zusätzen von Schwefel, Bims-stein usw., dienen als Kitte (Harzkitte).
Beim Schmelzen mit Ätzalkalien bilden viele Harze Protocatechusäure,Phlorogluein, Oxybenzoesäure, Brenzcatechin, Orcin, Resorcin, flüchtige Fett-säuren; mit heißer HN0 3 geben sie Trinitroresorcin, Pikrinsäure, Phthalsäureu. zuletzt Oxalsäure; beim Destillieren mit Reduktionsmitteln entstehenToluol, Xylo], Methylanthracen usw., bei der trocknen Dest. Harzöle (S. 354),