Allgemeines über aliph. Verb. u. deren Benennung
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freieK.W. nicht auftreten können (S. 360); dementspr. heißt z. B. das RadikalCH a ~CH~ Äthyliden oder Äthiden u. CH 3 ~CHC1 2 Äthylidendichlorid oderÄthylidenchlorid (s. oben); auch die Aldehyde haben Äthylidenstruktur, z. B.Acetaldehyd, CH 8 ""CH=0 ist Älhylidenoxyd.
Treten zweiwert. K.W.-Radikale substituierend auf, soWerden die Isoraorien wie vorerwähnt unterschieden, z.B. rCH 2 ~CH 2 ~)CH"~COOHÄthylenossigsäure, (CH 3 ~CH = )CH~COOH Äthylidenessigsäuro
Höchst verwirrend ist aber hier die Anw. der speziellen RadikalnamenÄthylen, Äthyliden usw. zur allg. Bezeichnung der Konstit. best, isomererVerb.; z. B. Äthylenmilchsäure bedeutet nicht durch Äthylen substit. Milch-säure, also C 3 H 4 (~CH 2 ~CH 2 ")O s , sondern (Milchsäure) C 3 tt 8 O a , von Äthylen-struktur, HO~CH,~CH s ~COOH, u. Äthylidenmilchsäure bedeutet Milchsäurevon Äthylidenstruktur, CH 3 =CH(OH)(COOH); gibt man solchen Verb, statt derspeziellen die allgemeinen Radikalnamen, z. B. Alkylen- oder Alkylidenmilch-säure, so werden Irrtümer vermieden (s. Milch- u. Bernsteinsäure).
4. Alkohole. Äther. Ester.
Alkohole sind K.W., in denen H-Atome durch HO-Gruppen (Hydro-xylgruppen, auch Hydringruppen genannt) ersetzt sind u. könnendementspr. als Verb, der K.W.-Radikale mit (je nach deren Wertigkeit) ein,zwei, drei usw. HO-Gruppen betrachtet werden.
Nach der Zahl der HO-Gruppen unterscheidet man ein-, zwei-, drei-wertige Alkohole usw., u. benennt sie durch Anfügen von „alkohol" oder„hydroxyd" an das betr. K.W.-Radikal. Z. B. istC 3 H 7 (OH) Propylalkohol, Propylhydroxyd, ein einw. Alkohol.C 3 H 6 (OH) 2 Propylenalkohol, Propylenhydroxyd, ein zweiw. Alkohol.C 3 H 5 (OH) 3 Propenylalkohol, Propenylhydroxyd, ein dreiw. Alkohol.
Isomere Alkohole unterscheidet man als prim., sek., tertiäre (S. 367).
Da fast alle Verb, mit mehr als einer HO-Gruppe an einem C-Atomunbeständig sind, so kennt man nur Alkohole mit höchstens ebenso vielenHO-Gruppen wie C-Atomen, also nicht z. B. CH^OH^.
Alkoholradikale heißen die in den Alkoholen mit der HO-Gruppeverbundenen K.W.-Gruppen, also die K.W.-Radikale (S. 361).
Alkoholreste heißen frei nicht bekannte Radikale, welche durch Weg-nahme von H-Atomen aus Alkoholen entstehen würden; man benennt siedurch Anfügen von „ol" an den Namen dos Radikals des betr. Alkohols,wenn die HO-Gruppen unverändert bleiben, z. B. ~C 3 H 6 (0H) Propylol,C 3 H 5 (OH) 2 Propylenol; erfolgt der H-Austritt aus HO-Gruppen, so werdensolche Alkoholreste durch Anfügen von „oxyl" an den Namen des betr.Radikals benannt, z. B. CH/O'Methoxyl.
Äther sind die Anhydride der Alkohole, entstanden durchHjO-Abspaltung aus den HO-Gruppen mehrerer Alkoholmol.; sie sinddie Oxyde der Alkoholradikale, wie die anorg. Basenanhydride dieOxyde der Metalle sind; wie von Hydroxyden einwert. Metalle zwei Mol.z ur Anhydridbild, nötig sind, so auch von Hydroxyden einwert. K.W.-Radikale ;
C 2H 5 "OH +C 2 H 5 -0H= H 2 0+C 2 H 5 -0-C 2 H 5 (Äthyläther).C 2 H s -OH + CH 3 "0H= H 2 0 + C 2 H 5 _ OXH 3 (Methyläthyläther).
) 2 + 2CH 3 (OH) = 2H 2 0 + C 2 H 4 (0-CH 3 ) 2 (Äthylendimethyläther).
Äther mit gleichen Radikalen heißen einfache, mit versch. Radikalengemischte; letztere Äther sind die Anhydride zweier versch. Akohole.
C 2 H 4 (0H) 2