366
Aliphatische Verbindungen.
x OH
H s fOH
/OH\OGH,
/OH
g 3 h/o-g 2 h 6
\0-CH 8
\OH
Glvcerin
Glycerin-
Glycerimnetbyl-
mothyläther
äthyläther
Äther tert. Alkohole (S. 337) sind nicht bekannt.
Äther lassen sich auch als Alkohole betrachten, in denendie H-Atome der HO-Gruppen durch K.W.-Radikale ersetztsind u. enthalten dementspr. durch O-Atome verkettete K.W.-Radikale.
Bei mehrwert. Alkoholen kann auch nur ein Teil der HO-Gruppen alsH 2 0 abgespalten werden u. dementspr. nur in einem Teil der HO-Gruppendie H-Atome durch K.W.-Radikale ersetzt werden, wodurch Halbäther oderAlkoholäther entstehen, z. B.
/0'C a H 7C 3 H /o-C 8 H 6\0'CH,Glycerinmethyl -äthylpropyläther.
Bei mehrwert. Alkoholen kann (wie bei Hydroxyden mehrwert.Metalle) bereits aus einer Mol. H 2 0-Abspaltung erfolgen oder es können zweiMol. unter Abspaltung von H 2 0 aus allen HO-Gruppen zusammentreten, z. B..,„ / CH 2 -OH_ r „ /CH 2Nn H0XH 2 -CH 2 -0H n , CH 2 "CH 2 >
2 \CH 2 "OH ~ 2 ^CH/ U HO-GH 2 -CH 2 -OH u< >CH.fCH/ uPropylenalkohol. Propylenoxyd Äthylenalkohol Tetramethylendioxyd.
Diese Äther enthalten Atomringe aus C- u. O-Atomen u. heißen innere Ätheroder innere Alkoholanhydride oder zykl. Äther u. haben nichtdie Eigensch. der anderen Äther (s. Glykole).
Thioalkohole, Mercaplane, Thiole, entstehen durch Ersatz derO-Atome der Alkohole durch S-Atome u. entsprechen den Metallhydrosulfiden,z. B. Methylthioalkoho), CH 3 _ SH, entspr. K"SH; sie sind die sauren Ester vonH"S"H (s. S. 366) u. geben oxydiert Sulfonsäuren (S. 345).
Thioäther, Sulfäther, verhalten sich zu den Thioalkoholen wie Äther zuden Alkoholen, z. B. 2CH 8 "SH = H 2 S + (CH 3 ) a S (Methylthioäther); sie ent-sprechen den Metallsulfiden, /.. B. (GH,) a S entspricht K„S, u. sind die neu-tralen Ester von H~S~H.
Ester entsprechen den neutralen Salzen der Metalle,
Estersäuren, saure Ester (nicht zu verwechseln mit ÄthersäurenS. 369) entsprechen den sauren Salzen der Metalle.
Wie Metallhydroxyde mit Säuren unter Austritt von H-ü neutraleoder saure Salze bilden, so auch Alkohole, Ester oder Estersäuren. Wiein O-haltigen Salzen das Metall an den O der Säure gebunden ist, so auch inden entspr. Estern u. Estersäuren das Radikal; z. B. C 2 H 5 ~0~N0 2 Äthyl-uitrat, C 2 H 5 ~0~S0 2 ~OH Äthylschwel'elsäure.
Ester u. Estersäuren entstehen dementspr., indem die vertretbarenH-Atome aiioig. oder org. Säuren ganz oder teilweise durch Alkoholradikaleersetzt werden; demnach geben mehrbas. Säuren Ester u. Estersäuren.KOH + HCl = KCl -f H 2 0. KOH + H 2 S0 4 = KHS0 4 + H 2 0C a H,"OH + HCl = C 2 H 6 C1 + H 2 0. C 2 H 6 "~OH + H 2 S0 4 = C 2 H 5 _ HS0 4 + H a O.Äthylalkohol Äthylohlorid Äthylalkohol Äthylschwefelsäure
2C 2 H s ~OH + H 2 S0 4 = (_C a H 5 ) 2 S0 4 + 2H 2 0.Äthylalkohol Äthylsulfat.
Die Halogenester mehrwert. Alkohole heißen Ghlorhydrine u. zwarauch fälschlich wenn sie keine Hydringruppe (HO-Gruppe) mehr enthalten,z. B. HO~"CH a ~CH a ~Cl Äthylenchlorhydrin, CrCH a ~CH 2 ~Cl Äthylendichlor-hydrin; erstere Verb, sind die direkt nicht herstellbaren Chlor-alkohole, letztere Verb, sind die substit. Halogenderivate der entspr. K.W.
5. Isomere Alkohole. Aldehyde. Ketone.Isomere Alkohole werden nach ihrem ehem. Verhalten, das durchdie Lagerung der HO-Gruppe an ein primäres, sekundäres oder tertiäresC-Atom bedingt ist (S. 364), als primäre, sekundären, tertiäre Alko-