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Aliphatische Verbindungen.
entstehenden Säuren oder Alkoholen; dementspr. heißt z. B. C a H s ~CHO nichtÄthylaldehyd, sondern Propionaldehyd, benannt nach der PropionsäureC 2 H 5 ~COOH; Äthylaldehyd oder Acetaldehyd ist CH 3 ~CHO, benannt nach demÄthylalkohol CH,~CH 2 -OH oder der Essigsäure, CH 3 ~COOH (Acidum aceticum}.
Das Wort ,,Oxy" vor dem Namen eines geradwert. K.W. oder einerVerb, bedeutet Substitut, eines oder mehrerer H-Atome derselben durch HO-Gruppen; z. B. Oxymethan, CH 3 ~OII (Methylhydroxyd), Oxyessigsäure,CH 2 (OHrCOOH, Dioxyaceton, (HO)H 2 C~CO~CH 2 (OH); das Wort „Oxyd"hinter dem Namen eines Radikals deutet auf dessen Verb, mit einemoder mehreren O-Atomen, z. B. Methyloxyd^ CHyO"CH„ Acetyloxyd,CH 3 "CO"0"CO~OH 3 , Acetylperoxyd,_CH 3 CO O'O CO OH, (Acetyl, CH 3 "CO~,ist das Radikal der Essigsäure, CH 3 COOH).
Die isomeren einfacheren K.W. u. deren Derivate lassen sichbenennen nach Art der Anordnung ihrer C-Atome in der Molekel als nor-male Verb., also solche mit unverzweigter C-Atomkette (mit wenigen Aus-nahmen), als Isoverb., d. h. als solche welche mehr als zwei K.W.-Radikale aneinem C-Atom u. daher eine verzweigte C-Atomkette enthalten; ferner unter-scheidet man primäre, sekundäre u. tertiäre K.W.-Radikale, bzw.Verb., je nachdem das C-Atom, an welchem die Substit. erfolgte, direkt anein, zwei oder drei andere C-Atome in der Mol. gebunden ist; dementspr. kannman auch die isomeren K.W.-Radikale solcher Verb, benennen, z. B.
CH 3 -CH 2 -CH 2 -CH 2 - CH s -CH a -CH-CH 8 (CH 3 ) 3 -C~ £" a >CirCH,fPrlm. Normalbutyl Sekund. Butyl Tert. Butyl Prim. Isobutyl;
das C-Atom, an dem die Substit. erfolgte, wird, dementspr. gleichfalls als prim.,sekund., tert. C-Atom unterschieden (s. Alkohole S. 366).
Die isomeren C-reicheren K.W. u. deren Derivate werdenbenannt, indem man sie als durch versch. K.W.-Radikale substit. einfachereK.W., bzw. org. Verb., betrachtet, z. B.
CH 3 (CH 2 ) 3 -CH 3 -> CHfCH/CH < ^'->£^> C< CH 3 ;
Normalpentan. Diinethyläthylmethan. Tetramethylmethan.
CH(CH,)=C(CH,) 2 -> CH(CH 3 )=CH(C 2 H 5 ).Trimethylätbylen. Methyläthyläthylen.
Benennung bei durch versch. Art der mehrfachen Bindung der C-Atomebewirkten Isomerien, z. B. von ~CH = C = CH" u, ~OC"CH 2 ", s. unges. K.W.
Die durch Substit. in den einzelnen isomeren K.W. u. derenDerivaten entstehenden weiteren Isomeren (S. 358) lassen sich nicht mehrübersichtlich nach den in ihnen auftretenden, neuen K.W.-Radikalen benennen,z. B. sind durch Substit. von einem H-Atom im Dimethyläthylmethan(s. oben) an dessen CH 3 -, CH 2 - oder CH-Gruppe schon drei weitere Isomere mitentspr. versch. Radikalen möglich; hier findet die Benennung der Isomeriendurch Bezeichnung der Stellung der Substitutenten mit griech. Buchst, odermit Zahlen nach S. 373 statt.
Die durch Substit. von zwei H-Atomen entstehenden Isomeren CnH2nX2werden, nach der Konstit. der bei der Substit. entst. Radikale, häufig auch alsAlkylen- u. Alkylidenverb. benannt.
Alkylenverb. enthalten ein zweiwert. Radikal CnH2n, dessen freieWertigkeiten, wie bei den frei auftretenden entspr. unges. K.W., an zwei versch.C-Atome gebunden sind; dementspr. heißt z. B. das Radikal ~CH 2 ~CH 2 ~ Äthylenu. CH 2 crCH 2 Cl Äthylendiehlorid oder nur Äthylenchlorid, denn ÄthylenchloridC„H,C1 ist nicht existenzfähig; CH 3 ""CHCrCH 2 Cl u. CH 2 CrCH 2 "CH 2 Cl heißenPropylenchlorid (Unterscheidung der beiden Verb, durch Benennung mit griech.Buchstaben oder Zahlen s. S. 373); haben Alkylenverb. die einwert. Substituen-ten an endständigen C-Atomen, so heißen sie auch Methylenverb., da in derMol. nur Methylengruppen ~CH 2 ~ auftreten, z. B. heißt CH 2 CrCH 2 ~CH 2 Clauch Trimethylenchlorid.
Alkylidenverb. enthalten ein zweiwert. Radikal CnH2n, dessen freieWertigkeiten an das gleiche C-Atom gebunden sind, so daß diese Radikale als