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Organische Chemie
bei Anwehen heil von HO-Gruppen, H-Atome dc^ Benzolkerns durch Sulfon-sauregruppen ~SO s H, z. B. C e H 5 "OH + ILSO., = C 6 H 4 (OH)(SO a H) -f- H a O.
Salpetersäure wirkt auf die HO-Gruppe der Alkohole unter Bild, vonNitratestern, z. B. C a H fi ~OH -f HNO, = G 2 H ä "NO s + H s O.
Konz. Salpetersäure wirkt bei hoher Temp. oft oxydierend, wobei häufigein Teil der C-Alome in Oxalsäure, bzw. COo Obergehl; mit zykl. Verb, erwärmtersetzt sie (auch bei Anwesenheit von HO-Gruppen) H-Atome des Benzolkerns,durch Nitrogruppen-, z. B. C 8 H 6 ~OH + HNO, = C,H,(OH)(NO a ) + H a O.
Alkalihydroxyde in wäss. oder weingeistiger Lös. zersetzen die Ester;(Äthylacetal) C 2 HfC a H s O a - r KOH = C a H 5 ~OH + C a H,KO, (Kaliumacetat).
Halogenverb. d. K.W. «eben mit wäss. Alkalilauge Hydroxylderivate,z, B. CaHsG] -;- KOH = C a H 6 "OH + KCl, mit der Lös. von Alkalihydroxyd inWg. (alkohol. Alkalilauge) spalten sie alle oder einen Teil der Halogenalome ab,z. B. CH 2 CECH, + KOH = KCl 4 HÖH + CH a =CH a ; Alkalihydroxyde mitfestem org. Verb, geschmolzen wirken oxydierend (S. 340).
Wasser verbinde) sich zuweilen direkl (s. Chloral); beim Erhitzen (nament-lich iiuler Uruck oder bei Anwesenheit von Säuren oder Basen) bewirk! esunter Beteiligung seiner Mol. am Vorgang Spaltung (Hydrolyse, bzw. Ver-seifung, s. Ester), z. B. (Rohrzucker] (;,,II..O M HÖH = C„H 12 O e (Trauben-zucker) -\- C 8 Hi a O, (Fruchtzucker).
5. Einwirkung der Wärme.
Wärine kann Verb.. Spaltung, Einlagerung organ. Verb, bewirken:manche ehem. Vorgänge verlaufen in der Wärme anders wie in der Kälte(s. Halogenderivate isozykl. K.W.).
Nichtflüchtige organ. Verb, bei Luftzutritt, bzw. flüchtigeorgan. Verb, in Sauerstoff erhitzt (s. Elementaranalyse S. 339), verbrennen,wobei C als C0 2 , H als H 2 0, N als solcher oder als Nil,. N0 2 usw. entweicht,während vorhandene anorg. Stoffe als Asche zurückbleiben.
Flüchtige organ. Verb, bei Luftabschluß erhitzt schmelzenoder destillieren oder sublimieren hnzersetzt, wenn ihre Zersetzungstemp.höher liegt als ihr Schmelzpunkt, bzw. Siedepunkt: im anderen Falle könnenviele organ. Verb, im Vakuum anzersetzt destillieren.
Manche flüchtige Verb, erleiden beim Erhitzen eine intramolekulareUmlagerung (S. 350) oder polymerisieren sich: manche werden wenig tief-gehend zersetzt, z. B. unter Bild, von Anhydriden oder Abspaltung von CO.,.
Durch Erhitzen ohne weitgehende Spaltung, meisi nur unter CCyAb-gabe, entstehende Verb, führen oft das Vorwort Brenz- oder Pyro-.
Leitet man unzersetzt flucht, org. Verb, als Dämpfe durchglühende Röhren oder über elekt. glühende Metallfäden, so entstehen,meistens unter Abscheidung von Kohle, C-reichere Verb., namentlich durchVereinigung vorher nicht miteinander verbundener C-Atome.
Solche Vorgänge (pyrogene Synthesen, Pyrokondensationen)erfolgen auch in den glühenden Retorten der Gasfabriken u. führen zu denzahlreichen Verb, des Steinkohlenteers (s. S. 353, Drteer).
Erhitzt man nichtflüchtige, org. Verb, bei Luftabschluß(sog. trockne Dest), so gruppieren sich ihre Elemente anders u. es entstehenneben CO a , CO, H 2 0 usw. zahlreiche flüchtige organ. Verb. u. Kohle.
Die dabei entstehenden Verb, lassen sich teilweise in gekühlten Vor-lagen verdichten, teilweise bleiben sie in Gasform, üa-s Verdichtete bestehtaus zwei Schichten, von denen die obere aus W. besteht, welches versch.