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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen sowie des Deutschen Arzneibuches und anderer Pharmakopöen namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Bildung u. Zerlegung organ, Verbindungen.

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Kaliumpcrsulfat (S. 179), Carosche Säure (S. 178), Arsensäure (S. 217) u.namentlich Chromsäuremischung, aus Alkalidiehromat + H a S0 4 be-stehend; ferner findet Anw. Chlor: Cl 2 + H 2 0 = 2HC1 -f O, Ferrichlorid:2FeCl 3 + H 2 0 = 2FeCl 2 + 2HC1 + O, auch H 2 S0 4 , indem sie in H 2 0 + S0 2 + Ozerfällt, sowie HN0 3 (s. unten).

Zur Oxydation in alkalischer oder neutraler Lös. dienenelektrol. Sauerstoff, Peroxyde (S. 249), Hypochlorite u. Hypobromite (S. 188),Permanganate, Bleidioxyd, Nitrobenzol u. auch Kaliumferricyanid, indem es inKaliumferrocyanid übergeht; 2K 3 FeC 6 N 6 +2KOH = 2K 4 FeC,N,+ H 2 0 + 0.

Feste Alkalihydroxyde mit org. Verb, geschmolzen oxydieren diesehäufig, wobei sie O für II 2 substituieren, letzteren frei machen, u. meist zugleichkompliziertere Mol. in einfachere spalten (s. Oxalsäure); bei starkem Glühen mitdenselben werden alle org. Verb, bis zu C0 2 u. H 2 0 oxydiert u. der N der"leisten org. Verb, in NH, übergeführt (s. Elementaranalyse, S. 339).

Wasserstoff wirkt bei Gegenwart von fein verteiltem, erhitztem Nickeladdierend auf viele org. Verb. (Sabatier-Senderenssche Reaktion).

Nasz. Wasserstoff wirkt reduzierend oder addierend oder beides zu-S'elch, z. B. C.H.'NOj + 6H = C 6 H 5 ~NH 2 + 2H 2 0 (s. S. 344); halogenhaltigenSubstitutionsprodukten entzieht H das Halogen u. tritt an dessen Stelle, so daßd 'e ursprüngliche Verb, regeneriert wird, z. B. CHC1 3 + 6H = CH 4 + 3HC1.

Zur Reduktion in neutraler Lös. dienen Amalgame des Mg u. AI,Wobei unl. Hydroxyde entstehen, Natriumhyposulfit, Na 2 S 2 0 4 , Alkohol + Na,z - B. H 3 CXH 2 OH -f Na = CH 3 XH 2 0Na + H.

Elektrol. entwickelter H kann durch Variieren der Elektrolysierlös., derStromstärke, Stromspannung, des Kalhodenmaterials usw. in ganz versch."eise wirken (s. Azoverb.); viele ehem. schwer reduzierbare Verb, werden inschwefelsaurer Lös. an Kathoden mit Überspannung leicht von H reduziert.

Zur Reduktion in alkalischer Lös. dienen Alkalimetalle u. derenAmalgame, z. B. HgNa a + 2HOH = Hg + 2NaOH + 2H, Alkali- u. Ammo-hiurnsulfide, die beim Erwärmen mit reduzierenden Verb. H abgeben, z. B.2NaSH + 3HOII = Na 2 S 2 0 3 + 811, (NH,) S S, = 2NH S + 3S + 2H, dann Ma-gnesium-, Zink- oder AI-Pulver, welche mit Alkalilauge erhitzt H entwickeln.

Zur Reduktion in saurer Lös. verwendet man Zink, Eisen usw. mitSäuren (S. 156), Stannochlorid (S. 291), IIJ (s. unten), Sulfite.

Halogene substituieren H-Atome; bei unges. Verb. (u. je nach den Be-engungen auch bei zykl. Verb.) bilden sie zuerst Additionsprodukte, z. B.^«C=CHj + Cl, = ClHjCTCHXl; C 2 H 4 C1 2 + Cl 4 = C 2 H 2 C1 4 + 2HC1; auf Alko-hole wirken sie wie O zuerst H-Atome abspaltend u. dann substituierend.

Bei Gegenwart von W. wirken Halogene stets oxydierend (S. 182).

Jod wirkt substituierend nur bei Gegenwart von Substanzen (HgO,^J0 3 usw.), welche die mitentstehende HJ binden oder zerstören, da dieses °nst die gebildeten Jodide wieder reduziert; z. B. CH 3 J + HJ <= CH 4 + J a .

In zykl. Verb, wird die Substitution durch Oberträger erleichtert, z. B.urch Ferrichlorid, Eisen, Aluminium. Zinn usw.

Um HO-Gruppen oderO-Atome durch Halogene zu ersetzen,v «wendet man Phosphorhaiide, bzw. Halogenwasserstoffsäuren (s. unten).

Phosphorhaiide ersetzen die HO-Gruppen der Alkohole u. Säurend Wch Halogenatome, z. B. 3C 2 H 5 XH + PC1 3 = 3C 2 H B C1 + H 3 P0 3 .

3CH 3 XOOH + PC1 3 = 3CH„XOCl + H 3 PO„'n Ketonen u. Aldehyden ersetzen sie deren O-Atom durch zwei Halogenatome,'■ B - CH 3 XOXH 3 -h PCI, = POCl 3 + CH 3 XCl 2 XH a .

Schwefelsäure wirkt auf die HO-Gruppen der Alkohole unter Bild, von

Sulfatestern,Ko

z. B.

XH + H 2 S0 4 = (C 2 H 5 ) 2 S0 4

scheid Z ' Il2SO » entzieht vielen org. Verb. H 2 u. O als W., oft unter Ab-

vollkon" 6 V ° n Kohle ; beim Kochen damit werden die meisten org. Verb.

stets in Nm durch Ox ydation zerstört u. gelöst, wobei vorhandener N fast

^H a übergeführt wird (s. S. 341): in zykl. Verb, ersetzt H 2 SO„. auch