Radix Glycyrrhizae echinatae.
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chen überzogene Wurzel, an der die Querrunzeln fehlen Dieser gleicht sehrdie Wurzel der G. pannonica. Die O. punctata soll in Mahren häufig gegrabenwerden , ist ebenso bitter, allein mehr gelb von Farbe. Die G. pannonica undpunctata werden in Salzburg gegraben und in den Handel gebracht. Sie sindfrisch auf dem Schnitte weiss. Die Enzianwurzel ist ein viel gebrauchtes Arz-neimittel. Ein grobes Pulver zu Pferdepulvern und Latwergen wird auf Mühlengemahlen und kommt so in den Handel. Ein feines Pulver zum innerlichen Ge-brauch für Menschen wird von dem Apotheker selbst bereitet. Die Wurzelstösst und mahlt sich leicht, wenn sie vollkommen trocken ist. Ein Extract wirdaus dem selbst bereiteten groben Pulver dargestellt. Zu einigen anderen Arznei-mitteln wird das Extract oder die Wurzel in Substanz verwendet.
Die Wurzel conservirt sich leicht ohne besondere Vorsichtsmaassregeln.
Pentandria Digynia, Cl. V, Ord. 2.
Radix Glycyrrhizae echinatae. @ü$ljo($rour$el.
Radix Liquiritiae.
Glycyrrhiza echinata Linn.Papilionaceae.
Leguminosae
Eine lange, fast drei Zoll dicke Wurzel, mit einer äusserenbraunen Rinde, die nach dem Abschälen gelb wird, mit sehr dickemfaserigem, gelbem Holze und von sehr süssem Geschmacke. Siekommt aus dem südlichen Russland.
Das russische Süssholz übertrifft das im übrigen Europa gezogene anSchönheit der Farbe und an Süsse. Es kommt im geschälten Zustande in denHandel und ist auch bedeutend theurer als das deutsche und spanische. Als fei-nes Pulver soll, nach der Pharmacopoe , nur diese Wurzel angewendet werden,wie man aus der Vorschrift zu Pulvis Glycyrrhizae compositum ersieht.
Die Süssholzwurzel hat die Structur des Holzes mit Markstrahlen und Ilolz-gefässbündeln. Es ist deshalb eigentlich keine Wurzel, sondern nur der unter-irdische Strunk. Die Substanz ist auch vollkommen holziger, faseriger Naturund ihre Verkleinerung zu einem feinen Pulver macht viele Schwierigkeit, so dasssie mit den gewöhnlichen Hülfsmitteln des Apothekers nicht leicht ausgeführtwerden kann. Es wird dann auch dieses Pulver fabrikmässig in eigenen Mühlendargestellt, wo die Kraft durch Dampf oder Wassergefälle gewonnen wird. Esist unbedenklich erlaubt, solches Pulver, aus zuverlässigen Händen bezogen. mder Receptur anzuwenden , da man es in gleicher Feinheit mit den gewöhnlichenMitteln nicht herstellen kann, und da ohne diese Feinheit das Süssholzpulver einefaserige filzige Masse ist, die eben nicht angenehm zum Einnehmen ist.
Die Wurzel ist auch in Speciesform in der Officine vorräthig. Sie wirdzu diesem Zwecke im ungespaltenen Zustande in flachen Scheiben von 1 bis 1 /«Linie Dicke auf dem Schneidemesser geschnitten, diese Scheiben leicht gestossen,wodurch sie zerbrechen, und alsdann durch ein Speciessieb geschlagen. Diedurchgegangenen Species werden auf einem groben Pulversiebe abgeschlagen, umden feinen Staub und einzelne Fasern abzusondern. Diese Abgänge können beiReinigung von Succus Liquiritiae beigeschlagen werden.
Diadetphia Decandria, Cl. XVI, Ord. (i.