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2 (1854)
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Pulvis aerophorus. Pulvis aerophorus laxans.

zusammenzulaufen, und ist dennoeh so weich, dass sie sich mit der grösstenLeichtigkeit herausnehmen und flach streichen lässt. Dies wird durch die Bei-mengung der Zellensubstanz veranlasst. Man kann also eigentlich nicht sagen,dass die gute Pulpe die Dichtigkeit oder Consistenz eines steilen Extractes habe.Man bewahrt das Taruarindenmus nicht im Keller, sondern in einem trocke-nen nach Norden gelegenen Räume auf.

Pulvis aerophorus. SSraufeputDci.

Nimm: Doppelt kohlensaures Natron eine halbeUnze,Weinsteinsäure drei Drachmen,Zuckerraff'inade sieben Drachmen,zerreibe jedes für sich zum feinsten Pulver, trockne sie wohl aus undmische.

Soll in einem gut verschlossenen Gefässe aufbewahrt werden.

Da es sich darum handelt, die chemische Einwirkung der beiden Stoffe vordem Gebrauche möglichst zu vemeiden, so müssen dazu die richtigen Wege ein-geschlagen werden. Dieselben sind auch im Texte richtig angedeutet. Die Stoßemüssen einzeln auf's Fein.ste zerrieben werden. Alle drei Substanzen sind in derOfficine immer im fein gepulverten und gesiebten Zustande vorhanden Es be-darf also dann nur noch des Zerreibeng, damit kleinere zusammengeballte Klümp-chen zerheilt werden. Sie werden nun einzeln getrocknet. Man kann dies ent-weder in der gelinden Wärme des Trockenofens oder in dem schon unter demArtikel Castoreum (I, S. 2C0) erwähnten Chlorcalciumgrapen ausführen. Die An-wendung der Wärme ist besonders bei dem doppelt kohlensauren Natron mitVorsicht zu handhaben, weil es leicht Kohlensäure verlieren kann. Die drei ge-trockneten und zerriebenen Stoffe werden in einem Mörser durch leichtes Um-rühren mit einer hölzernen Keule ohne allen Druck innig gemengt. Die Stoffesollen sich möglichst wenig genähert werden, sondern sich gleichsam nur mitden Spitzen berühren. Eine grössere Menge Brausepulver soll nicht vorräthiggemacht werden, weil sie mit der Zeit dennoch langsam abbraust. Besondersist der Zucker durch seine Eigenschaft, etwas Feuchtigkeit anzuziehen, der Ver-derber. Aus diesem Grunde muss man das Pulver in wcithalsigen Gläsern , diemit gut schliessenden Glasstöpseln verschlossen sind, aufbewahren.

I

Pulvis aerophorus laxans.

Pulvis Aerophorus anglicus.

Nimm: Gepulverten Natronweinstein zwei Drachmen,gepulvertes doppelt kohlensaures Natron zweiScrupel.Mische.

Zugleich soll getrennt verabreicht werden

gepulverte Weinsteinsäure eine halbe Drachme.