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Oleum Crotonis.
dem Auspressen geöffnet sein müssen. Dieses geschieht durch Rollen der Fruchtauf Brettchen, die mit feinen Stacheln besetzt sind.
Das im Handel vorkommende ist meist trüb von mitdurchgepressten wäs-serigen und schleimigen Substanzen. Durch Filtriren wird es klar, trübt sichaber zuweilen nach einiger Zeit noch einmal. Reetifieirt ist es wasserhell unddünnflüssig, von starkem angenehmem Citronengeruch und scharfem gewürzhaftemGeschmack. Da3 specifische Gewicht des zuerst destillirten ist 0,848 und steigtnachher auf 0,85 und darüber. Es enthält keinen Sauerstoff und besteht aus10 At. Kohlenstoff und 8 At. Wasserstoff, welches einer Zusammensetzung von87,93 Procent Kohlenstoff und 11,57 Procent Wasserstoff entspricht. Es reagirtnicht sauer auf Lackmuspapier.
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Oleum Crotonis. ©rotonM.
Croton Tiglivrn Linn. et Croton Pavana Hamilton. Euphorbiaceae.
P^in fettes, gelbbraunes Oel von sehr scharfem Geschmack. Eswird besonders in Ostindien aus den Samen der oben genanntenSträuche bereitet.
Es werde mit Vorsicht aufbewahrt.
Es ist zu verwundern, warum die Pharmacopoe nicht die eigene Darstellungdieses Oeles vorsehreibt, da sich das fertige Oel viel leichter verfälschen lässt,als die Samen, da das Oel in den Samen selbst am besten gegen Verderbnissgeschützt ist und man dem käuflichen das Alter nicht ansehen kann, und dBferner die Bereitung nicht die geringsten Schwierigkeiten darbietet.
Die Crotonsamen, Grana Tiglii, werden in einem Morser kräftig zerstossen,wobei man sich zu hüten hat, dass nichts in die Augen spritze. Schon die blosseAusdünstung bei dieser Operation ist gefährlich und bewirkt Augenentzündung.Man muss deshalb das Stossen im Freien vornehmen und nicht anhaltend daranbleiben, sondern ab und zu andere Arbeiten dazwischen vornehmen. Die ge-stossenen Samen werden in einen Sack eingeschlossen und zwischen erwärmtenPlatten ausgepresst. Hierzu eignen sich wiederum ganz vortrefflich die von mirempfohlenen hohlen gusseisernen Platten, welche man durch eingegossenes sie-dendheisses Wasser beliebig lange auf der Temperatur des siedenden Wassersoder nahe daran halten kann. Nach jedem Pressen verlasse man das Local,worin die Presse steht, und woran Thür und Fenster geöffnet bleiben. Wennnichts mehr abläuft, werden die etwas trockener gewordenen Samen noch einmalgestossen und in derselben Art gepresst. Beide Producte werden gemischt undin einem von Aussem gewärmten Glastrichter durch trockenes Papier flltrirt. Aus2 Pfund Grana Tiglii habe ich einmal 7 Unzen 1 Drachme, ein andermal 7 % Un-zen eines sehr schonen und wirksamen Oeles im filtrirten Zustande erhalten.Diese Menge reicht schon für ein bedeutendes Geschäft für längere Zeit hin.Die Gewissheit, ein reines, unverfälschtes und unverdorbenes Präparat zu haben,entschädigt reichlich für die gehabte Mühe. Das Oel ist harzartiger Natur undlöslich m Alkohol. Aus diesem Grunde hat Soubciran empfohlen, die zweitePressung unter Zusatz von Alkohol vorzunehmen und diesen nachher abzudestil-liren. Er erhielt bei der ersten Pressung 14,C Procent, mit Aikohol noch12,4 Procent, zusammen also 27 Procent. Obiger Versuch gab in zwei Pres-sungen ohne Alkohol 22 Procent, und in dieser Hinsicht auf Ausbeute und Qua-