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Oleum Caryophyllorum.
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Wasserdampf destillirt. Es wurden 10 1 /, Unzen Oel, welches sogleich ungefärbtwar, erhalten. Specif. Gewicht 1,051.
4 Pfund Nelken werden mit 11 Pfund Kochsalz und 31 Pfund Wasser ge-mengt und einen Tag lang Wasserdampf hindurchgeleitet. Das gewonnene Oelwog 12 Unzen, war fast ganz farblos und bedurfte keiner Rectification. DasOel wurde in zwei Hälften aufgefangen, von denen die erste ein specif. Gew. von1,042, die zweite von 1,070 hatte. Das gemischte Oel wog 1,058, während dasarithmetische Mittel 1,059 ist, welche Differenz leicht durchgesehen werden kann.
Es waren demnach im Ganzen erhalten worden, jedesmal aus 4 Civilpfun-den Nelken
Specif. Gewicht
1) auf gewöhnlichem Wege.......10,00 Unzen Oel, 1,040,
2) desgleichen mit Zusatz von Salz .... 11,25 » » 1,055,
3) desgleichen mit Zusatz von viel Salz . . . 13,00 » » 1,055,
4) durch Dampfdestillation.......10,50 » » 1,051,
5) desgleichen mit Zusatz von Salz .... 12,00 » » 1,058.
Es ergab sich aus diesen Versuchen, dass die Destillation der Substanzdurch Kochen mit Wasser in dem Destillationsgefäss zwar das meiste Oel, abervon bräunlicher Farbe giebt, dagegen die Destillation mit Dampf aus einem an-deren Gelasse sogleich ein farbloses der Rectification nicht bedürfendes Oelgiebt. Der Zusatz von Kochsalz scheint die Menge des Products sowohl beidirectem Kochen, als bei Dampfdestillation zu vermehren, letzteres wohl nur da-durch dass die Substanz besser schwimmt und nicht zu Boden sinkt. Die Ver-mehrung des Products bei starkem Kochsalzzusatz ist aber kaum grösser als dieKosten des anzuwendenden Salzes, so dass dabei ein peeuniärer Nutzen nichterzielt worden ist. Das günstigste Resultat dürfte dadurch zu erzielen sein, dassman Wasserdampf in die grob gemahlenen und durch eine Rührvorrichtung inbeständiger Bewegung gehaltenen Nelken hindurchleitete.
Im Ganzen wurden aus 24 Pfund Nelken 07,17 Unzen Oel erhalten, alsoauf das Pfund 2,81 Unzen. Van Hees in Barmen erhielt im Mittel vieler Ver-suche aus 1 Pfund Nelken 2 7 /, = 2,77 Unzen Oel, welches mit der obigen Zahlgenau genug übereinstimmt. 3 Unzen Oel per Pfund zu erhalten erscheint alsein sehr gunstiges Resultat, welches nicht leicht erreicht wird, wonach die An-gabe von Geiger, dass man 4 bis ö Unzen erhalte, wohl etwas zu beschränkensein mochte. VanHees giebt das specif Gewicht als Mittel aller seiner Versuchezu 1,0375 an, was unter der Zahl von Jahn steht. Es könnten mehrere Um-stände dazu coneurriren. Die etwas kleinere Ausbeute von van Hees, welchernur mit Dampf und nicht durch directes Kochen destillirt hat, berechtigt zu einemkleineren specif. Gewichte, weil das leichteste Oel immer zuerst übergeht; esmag ferner die Natur und das Alter der Nelken darauf einen Einfiuss haben,und endlich ist es möglich, dass bei d3r Bestimmung des specif. Gewichtes, überderen Ausführung keine Details angegeben sind, selbst kleine Differenzen vor-kommen, je nachdem verschiedene Methoden angewendet wurden.
Das aus verschiedenen Perioden der Destillation erhaltene Oel hat ver-schiedene Eigenschaften. Die vollständige Erschöpfung der Nelken ist an sichsehr schwer und tritt nur selten ein, so dass ungleiche Mengen von dem zuletztübergehenden Oele beig em i sc ht sein können. Anfangs geht ein leichteres Oelüber, allmahhg ein schwereres und das schwerste kann nur bei einem durch Sät-tigung des Wassers mit Kochsalz bewirkten höheren Siedepunkt frei gemachtwerden. Nach Ettling besteht das Nelkenöl aus zwei verschiedenen Oelen,einem indifferenten, flüchtigen und leichteren Oele, und einem welches saureEigenschaften hat und Nelkensäure genannt wird. Dass diese beiden Körpereinen ähnlichen Geruch haben, erinnert an das ganz ähnliche Verhalten des