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2 (1854)
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115
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Lithargyruin.

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Es ist nicht klar, was diese Olität noch in einer Pharmacopoe thun soll.Von einer Anwendung derselben ist noch nichts bekannt geworden.

Man kann diese Sache machen.

Wenn fein gepulvertes Schwefelantimon mit sehr starker Salzsaure erwärmtwird, so tauschen beide Körper ihre Bestandtheile wechselseitig aus. AusSchwelelantimon und Chlorwasserstoff entstehen Chlorantimon und Schwefel-wasserstoff. Das Chlorantimon bleibt in der freien Salzsäure gelost, derSchwefelwasserstoff entweicht als Gas- In der Kälte und bei Verdünnung findet,der entgegengesetzte Proccss Statt: Schwefelwasserstoffgas fällt gelöstes Chlor-antimon zu rothem Schwefelantimon, und Salzsäure wird gebildet. Erhitzt mandas Gemenge der Pharmacopoe in einer offenen Schale, so sieht, ma;. die Bla-sen, welche durch den Zutritt der Luft, abgekühlt werden, von gelalltemSchwefelantimon ganz roth werden. Um dies und den Verlust von freier Salz-säure zu vermeiden, nimmt mau die ganze Operation in einem langhalsigenKolben vor. Man bringt die möglichst starke rohe Salzsäure mit dem lein ge-pulverten Schwefelantimon zusammen und hisst sie eine "Nacht über stehen. DieEinwirkung tritt schon in der Kälte ein und schreitet bis zu einem gewissenPunkte fort. Die Flüssigkeit wird milchig durch die Einwirkung des Schwefel-wasserstoffs auf das Eisenchlorid der rohen Salzsäure. Am folgenden Tagewird die Einwirkung durch gelindes Erwärmen befördert, und diese* so langefortgesetzt, zuletzt bis zum Sieden der Flüssigkeit, als noch Gasentwickelungstattfindet. Bei noch so grossem Ueberschuss an Säure bleibt ein Theil desSehwarzen Pulvers ungelöst, der sowohl aus den grösseren Stückchen des Mine-rals als den fremden Schwefelmetallen besteht. Man hisst nun vollkommen er-kalten und filtrirt, was keine Schwierigkeiten darbietet. Die filtrirte Flüssigkeitsetzt häufig Krystalle von Chlorblei ab. Man lässt sie deshalb an einem kühlenOrte einige Zeit stehen, ehe man die fernere Verdünnung vornimmt. DasChlorantimon besteht aus 1 Atom Antimon oder Spiessglanzmetall (129) und;i Atomen Chlor (10fi,2), hat also das Atomgewicht 23.">,2. Im wasserleeren Zu-stande ist es eine durchscheinende, farblose, feste, krystallinische Masse, welchebei . r )7,(; 0 R. (72° C.) schmilzt und an der Luft weisse Nebel ausstehst. Sie kochthei einer noch nicht genau bestimmten, um ICO" R. (200° C.) liegenden Tem-peratur. Das Chlorantimon ist in Wasser nicht unzersel/t loslich, sondern zer-fällt in ein basisches Salz, Algarothpulver, welches sieh niederschlägt, und eil)saures, welches sich löst. Die Flüssigkeit der Pharmacopoe ist ebenfalls einesolche saure Lösung.

Lithargyrum. SMcißdittc.

(Jxydum plurnbicum semißimm.

GelbrÖthüche, glänzende, schwere Schüppchen, welche unsBlei und Sauerstoff bestellen. Sie sollen nicht mil Kupfer ver-unreinigt sein. Die ßleigliltte wird in Hüttenwerken bereitet unddie englische ist vorzuziehen.

Sie soll vorsichtig aufbewahrt werden.

Die Bleiglätte des Handels kann nur dann zum pharmaoeutischen Gebraucheangewendet werden, wenn sie kupferfrei ist. Man prUfl dies dadurch, dass""an die fein zerriebene Glätte mit kohlensaurem Ammoniak d gerirt. I.ci einemGehalte an kupier nimmt dieset Salz eine bläuliche Karl«' »•>• Slli ^' ' l "" il '