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2 (1854)
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66
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Linimentum saponato-camphoratum.

dootrichter (Fig. 7) sitrt.Fig. 7.

II

Es ist nicht nothwendig, sogar unzweckmässig, dasäussere Wasser in's Kochen zu bringen.Der Trichter steht auf einer reinen Glas-nasche. Die Filtration geht sehr leichtund rasch. Nun fügt man die ätheri-schen Oele und das Ammoniak hinzu,schüttelt um, und giesst in die Opodel-docgläser oder die Standgefässe aus. Einzweites Erwärmen ist nur dann nöthig,wehn während des Filtrirens schon einTheil hart geworden ist. Die Gläserwerden sogleich verstopl't. Die Pharma-copoe empfiehlt, sie in kaltem Wasserrasch abzukühlen. Ich setze sie in war-mes Wasser, um sie langsamer erkaltenzu lassen, weil ich gefunden habe, dassauf diese Weise der Opodeldoc immerklarer wird.

Man hat sich sehr viel Mühe gege-ben, einen klaren und schönen Opodel-doc zu bereiten. Das Gestehen des Opo-deldocs hängt immer von der in ihm ent-haltenen Menge von stearinsaurem Natron ab. Keine Seile bringt in so kleinerMenge ein Gestehen grosser Mengen Weingeist hervor. Bereitet man sich Seifeaus Stearinsäure und Aetznatron, so erhält man eine getrocknet fast kreidoar-tige Seife. 1 Drachme davon bringt 3 Unzen höchst rectificirten Weingeistvollkommen, ohne Sternchen, zum Gestehen. Es ist eine sehr schwach opalisi-rende Gallerte. Nimmt man nur 2 Unzen Weingeist auf 1 Drachme Seife, sowird die Masse schon weiss und undurchsichtig, und bei l 1 /, Unzen ist sieschon schwer zum Schmelzen zu bringen und die schlüpfrigen Stückchen gehenverloren. Die vertheilcnde Kraft des Opodeldocs liegt nicht in der Seife, son-dern im Weingeist, Ammoniak und den ätherischen Oelen. Die Seife ist bloss dasVehikel, um diesen Stoffen Form zu geben. Bekanntlich besitzt man auch einenflüssigen Opodeldoc, welcher nur Oelscife enthält. Er muss natürlich in Glä-sern dispensirt werden, und dies ist ein Hindernis« für den gewöhnlichen Ge-brauch , wo derselbe im Handverkauf in Papier, offenen Tassen und Schalenverabreicht werden muss.

Ein sehr schöner Opodeldoc wird mit Butterseife bereitet. Er setzt nieSternchen ab, schmilzt leicht auf der lland und ist ausgezeichnet klar. DieVorschrift, welche ich darüber in meiner f'harmacopoea universalis (p. 894) ge-geben habe, ist folgende: 1 '/, Unzen Butterseife, '/, Unze Campher, % DrachmeThymianöl, l Drachme Rosmarinöl werden in 20 Unzen Weingeist von 0,833im Wasserbade gelöst und in eineFlatfOhe filtrii-t. Hat man einen gewöhnlichenGlas- oder etwas dickwandigen Porcellantriehter vorher erwärmt, so laufen Gbis 8 Pfund Opodeldoc ohne künstliche Erwärmung von aussen in einem Strahledurch, indem dieser Opodeldoc sehr leicht schmort. Man bedarf also keineseigentlichen, Opodeldoctrichters mit doppelten Wänden zu dieser Arbeit. Es

wird dem Filtrate noch 1 Unze Ammoniakfhissigkeit zugesetzt und die Flüssig-keit sogleich ausgefüllt. Man lägst die Gläser, wohl verstopft in warmes Was-ser eingesetzt, langsam erkalten, [eh habe die Erfahrung gemacht, dass Wein-geist von !J I Procent Alkohol keinen klareren Opodeldoc giebt, als solcher von88 Procenf.