Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
62
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Lignum Guajaci. — Lignum Quassiae.

Die Moosgelec wird in der Art gemacht, dass eine Unze des Mooses mitzwölf Unzen Wasser auf sechs Unzen gekocht wird, diese werden durch Fla-nell colirt und auf drei Unzen eingekocht. Noch warm wird die Masse in dasDispensirgefäss, Porccllankruke eingefüllt, und darin ruhig erstarren gelassen.Die Moosgallerte ist sehr widerlich einzunehmen, und man sucht ihr durch Ci-tronensaft und Zucker einen angenehmeren Geschmack zu geben, was jedochnur einige Tage den Zweck erreicht.

Ein besonderer Bestandtheil des isländischen Mooses ist das Cetraria, vonBerzelius entdeckt und von Herberger näher untersucht. Es ist bis zu3 Proc. darin enthalten, und stellt in reinem Zustande ein vollkommen weisses Pul-ver dar, welches keine Spur einer krystallinischen Structur zeigt. Es ist luftbe-ständig und geruchlos und hat in der alkoholischen Lösung einen höchst bitternGeschmack. Es ist nicht schmelzbar, sondern zersetzt sich sehr leicht in derHitze. In Wasser, sowohl kaltem als warmem, ist es kaum löslich. Es istferner vollkommen neutral und verbindet sich mit Alkalien und alkalischen Er-den. Es ist als Arzneimittel gegen Wechselfieber empfohlen worden, hat aberhierin das Loos aller Surrogate der Chinarinde gethcilt, dass es viel unsiche-rer wirkt und dadurch viel theurer wird.

Lignum Guajaci ®üa\atyol%, $orfl)i% gtanjöfentyolj.

Lignum sanetum. Gruajacum officinale Liim. Zygophytteae.

Ein schweres, festes, hartes, gegen das Mark hin grünlichbraunes Holz, mit gelblichem, etwas leichterem Splinte. Die Raa-pelspäne, welche gewöhnlich im Handel vorkommen, sollen nichtzu sehr mit weissen fremdartigen Holzstückchen gemischt sein.Das Holz wird aus den westindischen Inseln angebracht.

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Das Guajakholz kommt von dem in den Antillen, Jamaika, St. Domingound St. Thomas wachsenden etwa 40 Fuss hohen Guajakbaume (Decandria,Monoyynia, Cl. X, ord. 1) her. Das Holz wird wegen seiner Festigkeit aufSchiffswerften besonders zur Anfertigung von Flaschenzügen (im Englischenblockt genannt, woher auch der Name Blockholz) verwendet. Bei dieser Gele-genheit fällt auch die Ratura TJgni Guajaci als Nebenproduct ab, und es kom-men auch die im Texte erwähnten Späne anderer Holzarten hinein.

Das Holz ist sehr harzig und enthält, nach Trommsdorf, an 20 Proc.Guajakharz. Der innere schwärzlich grüne Theil ist der härteste und schwerstevon einem speeif. Gewichte 1,33. Er brennt mit heller Flamme unter Aus-schwitzung des Harzes. Es wird zu Dccocten gebraucht und macht einen Be-standtheil der Species Ugnorum aus.

Lignum Quassiae. Ounfftcnl)o[j.

Quasaia amaru LinnJ Simarubeae.

Ein weissliches leichtes Holz, in zwei bis drei Zoll dicken,gestreiften Kloben, von sehr bittcrem Geschmacke. Der Bauin