lv;ili carbonicum crudum.
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Wurzeln der Pflanzen aufgenommen , und in der Pflanze selbst niedergelegt.Nach der Verbrennung der Pflanzen bleiben diese Bestandtheile als Aschen zu-rück. In welcher Verbindung sie in der Pflanze, namentlich in der Holzfaser,enthalten sind, ist nicht genau bekannt.
Die Pflanzen haben je nach ihrer Natur eine spezifische Anziehungskraftfür einzelne Bestandtheile des Bodens. Einige nehmen mehr Kalisalze, andereKalksalze, andere Kieselsäureverbindungen in sich auf. Dass diese Bestandtheileeinen wesentlichen Antheil an dem Wachsthum und Leben der Bilanzen haben,ist, wenn auch durch unzählige Thatsachcn des Ackerbaues schon hingst be-kannt, doch erst, durch Liebig deutlich und unumwunden ausgesprochen undbewiesen worden.
Die Pflanzen unterscheiden sich sowohl durch die Menge der Aschen, welchesie geben, als auch durch die Zusammensetzung derselben. Die Stämme gebendie wenigste Asche, mehr geben die Binden und Blatter. Gesträuche gebenmehr als Bäume, Krauter mehr als Gesträuche , Blatter mehr als Stengel. DieBuche giebt 0,58, die Eiche 1,2, die Weinrebe 8,4, die gemeine Nessel 10,0,die gemeine Distel 4, das Farrenkraut ß Prooent Asche von der trockenen Pflan-zensubstanz. An in Wasser löslichen Bestandteilen sind in der Asche derEiche 15 Proc, der Buche 24 Proc, der Linde 11 Proc, der Birke lli Proc,der Fichte 14 Proc. enthalten.
Die erste Bearbeitung der Asche auf Pottasche geschieht von eigenen Fa-briken, welche mit Vortheil nur in sehr holzreichen Gegenden, wie Russland,Olyrien, Amerika, angelegt werden können. In gutbewolnitcii Gegenden nimmtman our die Asche, welche durch Verbrennung des Holze.-, zu anderen Zweckenerhalten worden ist. In holzreichen und schwachbewohnten Gegenden wirdauch wohl das Holz eigens uui die Asche zu gewinnen verbrannt. In allenFällen wird die Holzasche zuerst mit Wasser ausgelaugt. Um hier nun wiederstarke Flüssigkeiten zu erhalten und weniger Wasser heim Eindampfen ver-dächtigen zu müssen, wird das Wasser suecessive auf mehrere Fässer, in denensich die auszulaugende Asche befindet, aulgegossen. Der erste Auszug ist ge-wöhnlich so Concentrin, dass er für sich allein eingedainplt werden kann; derzweite Auszug isi schon etwas dünner und wird aul das zweiteFass aufgegeben;der dritte Auszug des ersten Fasses ist sehr dünn, und wird erst aul das /weile.dann von diesem aul das drille Fass aufgegossen. Nun wird das erste Fassentleert und mit neuer Asche gefüllt, dann der zweite und dritte Auszug desdritten Fasses und zum letzten Mal reines Wasser aufgegeben. Die ausgelaugteHolzasche enthalt immer noch kohlensaures Kali mit, kohlensaurem Kalk zu einemunlöslichen Salze verbunden, wodurch sich deren Düngekraft für Wiesen erklärt.In dieser Art ist jedes Fass dreimal ausgezogen, und die Losungen sind alle soeoncentrirt, wie der erste Auszug aus einem Irischen Fasse Diese Flüssigkeitenwerden nun in gusseiserneu oder kupfernen Kesseln eingedampft. Entweder lasstman hierbei die schwer löslichen Salze, wie das schwefelsaure Kali, herauskry-stallisiren, in welchem Falle die Pottasche gehaltreicher wird, oder man dampftAlles zusammen ein, wo sie denn verhallni.-sinassig anner an Pottasche wird.
Die ersten Auszüge sind von unverbrannten Holziesten in der Asche, vonden Kübeln und Fässern immer sehr braun gefärbt. Die erste rohe Salzmasseist ebenfalls dunkelbraun gefärbt. Diese organischen Farbestoffe werden durchVerbrennen zerstört, Die erhaltene rohe Pottasche wird in Flammolen auf einemebenen Heerde, über welchen die Flamme schlagt, unter Umarbeiten mit einereisernen Krücke bis zum Glühen erhitzt, bis alles Wasser verjagt und die orga-nische Materie \erbrannt*ist. In diesem Zustande wird die Pottasche in denHandel gebracht. Sie führt den Namen gebrannte, caleinirte Pottasche-, Ciclavellaü.
Motu-, (Jonimentar. II. -
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