I
Berichtigungen und Zusätze.
1703
Flocken abscheidet. Der Geschmack des gummiartigen Rückstandes istintensiv und nachhaltig bitter; erst nach einiger Zeit tritt auch eindeutlich süsser Geschmack neben dem bittern auf.
Die aus 1 Th. Salicylsäure und 2 Th. Borax erzeugte süsse Ver-bindung scheint also durch einfachen Alkoholzusatz in eine salzige(Borax) und eine bittere zerlegt zu werden.
Eine mit kohlensaurem Natron nur zum Theil abgestumpfte, nochstark sauer reagirende Salicylsäurelösung zeigte keinen bittem, sonderneinen süss-salzigen Geschmack, ähnlich dem der vorgenannten Lösung.Also ist es nicht die theihveise Abstumpfung der Säure durch Natron,in specie durch den Natrongehalt des Borax, welcher die intensive Bit-terkeit der erst erwähnten Lösung ihre Entstehung verdankt, sondernsie muss dem Borax als solchem zugeschrieben werden. Die Erklärungdafür fehlt noch, wird aber durch genauere Studien unter Zugrunde-legung stöchiometrischer statt der obigen, nur der gelegentlichen phar-maceutischen Praxis entnommenen Verhältnisse herbeizuführen gesucht.
Färbung der Flüssigkeit fand in keinem Fall statt; wo sie alsoetwa beobachtet wird, ist sie als unabhängig von dem obigen Verhaltenanzusehen, event. auf das von Cahours nachgewiesene Verhalten wässrigerLösungen der Alkalisalze der Salic3'lsäure an der Luft zurückzuführen.
Schliesslich ist noch des Nachtrages zur Brit. (Additions to theBritish Pharmacopoeia of 1867) zu erwähnen, welcher, erst im Jahre1874 erschienen und zu Ende desselben Jahres in meine Hände gelangt,nur für den zur Zeit noch ungedruckten Theil dieses Buches berück-sichtigt werden konnte.
Von den im vorliegenden Text nachgewiesenen Irrthümern derBrit. sind in diesem Nachtrag die folgenden 5 ganz oder bis auf eineunerhebliche Differenz abgestellt worden, nämlich:S. 603 Z. 9 v. u. ist 20,8 (208) st, 33 (330) zu setzen.S. 617 Z. 10 v. u. ist 23 (230) st. 8,3 (83) zu setzen, welche erstere
nun 24,83 Fe O vollständig zu oxydiren vermögen.S. 844 Z. 3 ist das spec. Gew. von 1,338, noch immer nicht ganz
ausreichend, auf 1,44 erhöht.S. 942 Z. 8. v. u. ist 100 st. 50 zu setzen.
S. 980 Z. 10 v. u. ist ungefähr 95° F. (= 35° C.) st, 122° zu setzen.Die übrigen 6 Verbesserungen des Nachtrages bezieben sich nurauf ursprünglich falsch berechneten Procentgehalt einiger Magistral-formeln an bestimmten wirksamen Bestandteilen.
Im Ucbrigen werden durch denselben Nachtrag in die Reihe derofficinellen Mittel der Brit. die folgenden 15, bereits im vorstehendenText behandelten, neu aufgenommen, nämlich:Aether aceticus, Acetic Ether S. 288.Ammonium nitrieum, Ammoniao Nitras, Nitrate of Ammonia S. 312.