Druckschrift 
2 (1875)
Entstehung
Seite
1366
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

■

1366

Unguenta — Unguentum arsenicale Hellmundi.

und Ungt. Tartari stibiati. Auch Ungt. Glycerini solltehöchstens für die Dauer einer Woche vorräthig sein.

Neu angefertigte Salben dürfen nie mit den Restender älteren vermischt werden; auch müssen die zu ihrerAufnahme bestimmten Standgefässe zuvor stets auf dasSorgfältigste gereinigt sein, um nicht die Rancididät klei-ner Reste rasch auf die ganze Menge des neuen Präpa-rates zu übertragen. Aus diesem Grunde ist es auch vongrösster Wichtigkeit, dass die zur

Aufbewahrung dienenden Standgefässe aus einer dich-ten, gut glasirten und scharf gebrannten Thon- oderbesser Porzellanmasse bestehen, welche gegen Fette auchim geschmolzenen und heissen Zustande sich nicht durch-lässig zeigt. Im Uebrigen sind die Salben im Kühlen,vor Feuchtigkeit geschützt, und so aufzubewahren, dasssie der Luft eine möglichst geringe Oberfläche bieten.

•f Unguentum acre.

Germ.

Mischung von 15 Th. gelbem Wachs, 30 Colophonium,60 Terpenthin, 250 Adeps, 50 Canthariden und 10 Euphor-bium, letztere beide in fein gepulvertem Zustande; von grün-brauner Farbe.

Neigt zum Schimmeln, wenn die Ingredienzien vonFeuchtigkeit nicht hinreichend frei sind.

\ Unguentum arsenicale Hellmundi.

Germ.

Höchst sorgfältige Mischung von 1 Th. Pulvis arsenicalisCosmi (S. 1088) und 8 Th. Ungt. narcotico-balsamicum Hell-mundi (S. 1378), von graubrauner Farbe.

Darf nicht vorräthig gehalten werden.