1154 Rhizoma Zingiberis — Rotulae Menthae piperitae.
Man unterscheidet weissen und schwarzen Ingwer;
letzterer ist ungeschält, aussen graubraun, innen blei-farben, die Stärkekörnchen meistens, wenn auch nur un-vollständig, durch Kochen der frischen Wurzel mit Wasserin Kleister umgewandelt; ersterer ist geschält, aussenweiss, grau oder blassbräunlich, innen blassgelblich oderweiss, die frische Wurzel nur mit Wasser gebrüht, nichtgekocht, die Stärkekörnchen also nicht in Kleister zu-sammengeflossen.
Von den verschiedenen Handelssorten ist besonders ge-schätzt der ungeschälte chinesische, welcher grössere, flache,aussen runzlige, sehr harte, im Bruch glänzende Stückevom kräftigsten Geruch und Geschmack bildet; demnächstder kleinere, nur auf den Flächen geschälte, im Bruchdichte bengalische. Ganz geschält ist der jamaikanische;er ist aussen streifig, und durch Eintauchen in Kalkmilchmit einer dünnen Kalkrinde bekleidet, dunklere Stückeauch durch Chlorkalk oder schweflige Säure gebleicht;letzterer darf keine medicinische Anwendung finden;ebenso wenig das im Handel vorkommende
Ingwerpulver, welches gleich anderen gepulvertenGewürzen meistens in sehr hohem Grade und in der ver-schiedensten Weise verfälscht wird, namentlich mit demMehl von Hülsenfrüchten, Mandelkleie, Leinkuchen, erdi-gen Substanzen u. s. w.
•J- Rotulae Menthae piperitae.
Pastilles de menthe Franc.Germ. Austr. Franc.
Weisse, auf der Oberfläche und im Bruch kleinkry-stallinische, ein wenig durchscheinende, stark nach Pfef-ferminzöl, nicht nach Essigäther riechende und schmeckende,im Munde leicht zergehende, in Wasser vollständig undunter geringer Opalisirung auflösliche Zuckerplätzchen.
Das dazu verwendete Pfefferminzöl muss von vorzüg-licher Qualität, und die Zuckerplätzchen frei von Mehlsein, wodurch sie das krystallinische Ansehen und die