Druckschrift 
2 (1875)
Entstehung
Seite
872
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Magnesia carbonica — Magnesia citrica.

(bei gleichem Volum um etwa Sinai schwerer) ist, und einkörniges, weisses Pulver bildet. Unter dem Mikroskoperscheint die leichte Sorte als ein amorphes, mit zahl-reichen, schlanken, prismatischen Krystallen untermischtesPulver.

Magnesia citrica.

Magnesium citricum Austr. Citras Magnesicus Neerl.Austr. Neerl.

Nach der Austr. ein weisses, säuerlich schmeckendes,in kaltem Wasser binnen kurzer Zeit vollständig lösliches;nach der Neerl. ein weisses, krystallinisches, saures, ausfeuchter Luft "Wasser anziehendes und in Wasser leichtlösliches Pulver; nach beiden ein fast ganz gleich Zu-sammengesetzes Gemenge von neutraler und saurer citro-nensaurer Magnesia oder neutralem Salz und freier Citro-nensäure, auf 3 At. MgO 1,143 At. 3basische Citronen-säure genau (Austr.) oder annähernd (Neerl.) enthaltend.

Schwärzt sich beim Erhitzen unter Verbreitung einesbrenzlichen Geruches und hinterlässt nach dem Einäscherneinen Rückstand, dessen wässriger filtrirter Auszug nichtalkalisch reagirt, also von Alkalien frei ist; in Salzsäurelöst sich dieser Rückstand je nach der angewandten Hitzemit oder ohne Aufbrausen zu einer Flüssigkeit, die wederdurch einen massigen Ueberschuss von kohlensaurem Am-moniak, noch durch Hinzufügung von oxalsaurem Ammo-niak zu der alkalischen Lösung gefällt wird, also vonalkalischen Erden und besonders von Kalk frei ist. EinZusatz von phospborsaurem Natron erzeugt aber in derammoniakalischen Lösung alsbald einen weissen, krystal-linischen Niederschlag (S. 165). Reibt man eine Probemit der Hälfte Aetzkalk und etwas Wasser zusammen,filtrirt nach einiger Zeit, und erhitzt das klare Filtratzum Sieden, so trübt es sich, wird aber beim Erkaltenwieder klar. Die mit etwas Essigsäure angesäuerte Lö-sung darf auf Zusatz von essigsaurem Kali keinen weissenkrystallinischen Niederschlag (S. 131) geben, der die Ge-