Kreosotum.
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dunkelblau, und schied auf ihrer Oberfläche klare gelbeOeltröpfchen ab; erst nach längerer Zeit wurde auch amBoden der Flüssigkeit eine erhebliche, klare, braungelbeAbsonderung von Carbolsäure bemerkbar. Bei 30facherVerdünnung mit Wasser wurde die Kreosot-Mischungschmutzig gelbbraun, trübe und schied noch eine erheb-liche Menge dunkles Kreosot ab, die Carbolsäure-Mischungdagegen färbte sich schön dunkelblau, später in Violettübergehend, war vollkommen klar und enthielt nichtsUngelöstes. — Gewiss mag es Kreosotsorten geben, welcheden von der Helv. gestellten Forderungen entsprechen;aber für constant kann das Verhalten nach dem Gesagtennicht gelten, wie überhaupt auch die aus den zuverläs-sigsten Quellen bezogenen Kreosote keinesweges immergleiche Eigenschaften zeigen und es auch noch an Mittelnfehlt, eine Verfälschung des Kreosots mit
kleineren Mengen Carbolsäure sicher nachzuweisen.Auch Glycerin ist dazu nicht ausreichend. Collodiummischt sich mit gleichviel Kreosot zu einer völlig klaren,dicklichen Flüssigkeit; mischt man hingegen Collodium mitHülfe eines Glasstabes mit gleichviel Carbolsäure, dievermöge eines sehr kleinen Wassergehaltes flüssig ist, sobildet sich sogleich ein dickes, durchsichtiges, zwischenden Fingern knetbares Coagulum, während sich einedünnflüssige Lösung von Carbolsäure in Aether abschei-det; dieselbe knetbare sowohl als dünnflüssige Abschei-dung erfolgt, wenn man der Mischung von Collodiumund Kreosot Carbolsäure zusetzt oder noch weit deut-licher, wenn man Carbolsäure haltiges Kreosot mit Col-lodium mischt; es können in dieser Weise schon ziemlichkleine Mengen Carbolsäure im Kreosot nachgewiesenwerden. Bei 5 % Carbolsäure ist das Coagulum noch sehrbeträchtlich; Aether löst dasselbe beim Zusammenrührenlangsam, aber klar und vollständig, ein Fingerzeig, dassdas Collodium zu dieser Probe nicht sehr verdünnt seindarf.
Von Wasser vermag das Kreosot bei gewöhnlicherTemperatur bis zu 10 %, noch mehr in der Wärme auf-