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Cineol: Vorkommen, Isolierung und Synthese
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Das Cajeputöl ist bereits im achtzehnten Jahrhundert bekannt.Blanchet und Sell (A. 7, 161) erkannten schon im Jahre 1833, daß dasCajeputöl fast vollständig aus einer Verbindung C 10 H 18 0 besteht, diebei 175° siedet; Tgl. auch Sticeel (A. 19, 224), der d 20 zu 0,92 angibt.Das Cajeputöl untersuchten früher Peafe (Pharm. Boruss. edit. Dulk.),Leveeköhn (Büchn. Eepert. 34, 129), Schoeneeldee (Buchn. Bepert. 40,112), Gitibouet (Gttibotjet Warenk., III. Bd., bearb. Ton Mabtins) usw.,Forscher welche sich hauptsächlich mit der Auffindung der Grünfärbungdes Cajeputöls beschäftigten.
Schmldl (J. pr. 82, 189; J. 1860, 480) zeigte, daß, wie Blanchetund Sell fanden, das Cajeputöl hauptsächlich aus einer VerbindungC ]0 H 18 O, dem „Cajeputenhydrat", besteht. Läßt man nach ihnen dasCajeputöl längere Zeit in Berührung mit Schwefelsäure, so bildet sichC 10 H 16 -3H 3 O (dürfte Terpinhydrat gewesen sein). Durch Destillation mitP 2 0 5 wird daraus ein Kohlenwasserstoff C 10 H 1(; , das Cajeputen, Sdp. 160bis 165°, d lb = 0,850 usw. gewonnen. Durch Einwirkung von HCl werdenzerfließliche Kristalle erhalten, durch Einwirkung von wäßriger oderalkohol. Salzsäure entsteht eine Verbindung C 10 H 16 -2HC1 vom Smp. 55°(i-Limonendichlorhydrat). Durch Behandlung des rektifizierten Cajeputölsmit Brom wurde zunächst ein Ol gewonnen, aus welchem weiße KristalleC 10 H 1G Br 4 vom Smp. 60° (unreines i-Limonentetrabromid) erhalten wurden.Bei der Einwirkung von Jod wurden Kristalle C 10 H 18 O-HJ(?) vom Smp. 80°erhalten.
Gladstone (Soc. II, 10, 1; J. 1872, 815) bezeichnet den Hauptbestand-teil des Cajeputöls C 10 H lg O als „Cajeputöl" und gibt an, daß die nämlicheVerbindung den Hauptbestandteil der Öle von Melaleuca ericifolia, M.linariaefolia und Eucalyptus oleosa bilde. Diese Verbindung lasse sichunverändert über metallischem Na destillieren und könne so vonanderen sauerstoffhaltigen Produkten befreit werden. Für das Cajeputöldes Cajeputöls findet er: d 20 = 0,9160, Sdp. 174°, n D = 1,4532, Dispersion= 0,0213.
Weight (B. 7, 598; Pharm. Journ. III, 5 [1874], 234) beobachtet,daß sich das Cajeputöl mit 2 Atomen Brom verbindet und daß sich dieseVerbindung beim Erhitzen in Cymol, Bromwasserstoffsäure und Wasserzersetzt. Bei der Behandhing des Cajeputöls mit P 2 S 5 bilde sich Cymolund Terpen; das Cymol rühre her von der Einwirkung des Pentasulfidsauf das Terpen, wie aus der Einwirkung von P 2 S 6 auf Terpentinöl usw.nachgewiesen wurde.
Kanonnikow (B. 14 [1881], 1699) berichtet über die physikalischenDaten des „Hydrats des Cajeputöls" wie man diese Verbindung C 10 H 18 Onannte. Er fand: n A = 1,4452, d 20 = 0,9160, M.B. = 74,8, ber. 74,5(frühere Daten).
Wallach und Beass (A. 225 [1884], 291) zeigen fast gleichzeitigmit Hell und seinen Mitarbeitern, daß der Körper C 10 H 18 O aus seinerHalogenwasserstoffverbindung abgeschieden werden kann, und nennen ihn„Cineol"; die Chlorwasserstoffverbindung des Cineols hat nach ihren