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Sesquiterpenalkohole: Allgemeines
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einander im Volumgewicht, daß je höher das System, desto höher auchdas Volumgewicht zu sein pflegt. Die hydrierten Naphtaline sind nunBicyklodekane, sie müssen demnach spezifisch schwerer sein als Bicyklo-heptane, zu denen das Kämpfen, die Fenchene und Pinen gehören, natür-lich immer vorausgesetzt, daß in beiden Fällen die Substituenten berück-sichtigt werden; die bicyklischen Sesquiterpene weisen ein Volumgewichtvon ca. 0,9—0,92 auf, während die erwähnten Bicyklane der Terpen-reihe 0,855—0,87 besitzen. Die bicyklischen Terpene sind nicht immerspezifisch schwerer als die monocyklischen, wie bei einem Vergleich derTanacetene mit dem Limonen zu sehen ist. Aus diesem Grunde dürftendie tricyklischen Sesquiterpene und Sesquiterpenalkohole, da sie durch-gängig spezifisch schwerer sind als die bicyklischen, auch nicht zumTrioceansystem usw. gehören, sondern müssen ebenfalls einem Systemhöherer Ordnung angehören, und zwar in einigen Fällen Tricyklotetra-dekane, d. s. hydrierte Anthracenabkömmlinge, und andere hydrierteSysteme sein. Natürlich müssen weitere chemische Untersuchungen erst dieFrage entscheiden, zu welcher Klasse z. B. von den einzelnen Naphtalin-abkömmlingen wir die jeweiligen Sesquiterpene bzw. Sesquiterpenalkoholezu rechnen haben. Die Kohlenwasserstoffe Ionen bzw. Iren C 13 H 18 , welchewir als trimethylierte Tetrahydronaphtaline aufzufassen haben, zeigend 20 = ca. 0,934, während die bicyklischen Sesquiterpene, soweit sie Hexa-hydronaphtaline sind, ca. 0,91 haben müssen, womit auch die Erfahrungübereinstimmt. Da wir nun aus den Sesquiterpenalkoholen durch Wasser-abspaltung in den meisten Fällen zu tricyklischen Sesquiterpenen kommen,so haben wir es auch in einer ganzen Anzahl von Sesquiterpen-alkoholen eventuell mit vollkommen hydrierten Anthracenabkömmlingen,und anderen tricyklischen Systemen zu tun.
Die Identifizierung und Konstitution der Sesquiterpenalkohole ergibtsich aus dem bereits Mitgeteilten, indem viele Sesquiterpenalkohole durchden Schmelzpunkt identifiziert werden können, andere müssen erst durchfraktionierte Destillation abgetrennt und durch bestimmte Derivate charak-terisiert werden, wie im speziellen angegeben werden wird.
Obwohl die Sesquiterpenalkohole seit langer Zeit bekannt und ob-gleich einzelne ihrer Bruttoformel nach bereits von Blanchet und Sell,Gerhardt usw. erforscht sind, so haben wir doch erst ihre wichtigstenEigenschaften sowohl in physikalischer, als auch in chemischer Hinsichtin der letzten Periode kennen gelernt.
Zu der im folgenden einzuhaltenden Systematik ist zu bemerken, daßzuerst die Sesquiterpenalkohole 0 15 H 26 0, die gesättigter Natur, also tri-cyklisch sind, abgehandelt werden sollen, im Anschluß daran die Ver-bindungen C 15 H 24 0 usw. Da die Konstitution bei allen diesen Ver-bindungen nicht feststeht, so ist es auch unterlassen worden, eine weitereEinteilung vorzunehmen.