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Hydriert-cyklisehe Alkohole mit 15 Kohlenstoffatomen
gebildeten Sesquiterpenalkoholen; so ist das Isocaryophyllenhydrat, welchesdurch Wasseranlagerung aus dem Caryophyllen gebildet wird, ebenfallsbisher in der Natur nicht aufgefunden worden. In letzterem Falle scheinenwir ev. dasselbe Verhältnis zu haben wie bei dem Übergang von Kämpfenin Isoborneol.
Viele Sesquiterpenalkohole zeichnen sich durch sehr großes Kristalli-sationsvermögen aus und schmelzen zwischen 56 und 105°; von den höherschmelzenden Verbindungen, die eine ähnliche Zusammensetzung haben,scheint es noch zweifelhaft zu sein, ob sie wirkliche Sesquiterpenalkoholesind. In den meisten Fällen dürften wir es bei den Sesquiterpenalkoholenmit tertiären Alkoholen zu tun haben, da sie größtenteils außerordentlichleicht Wasser abspalten usw.
In bezug auf das Vorkommen sind die Sesquiterpenalkohole an keinebestimmte Pfianzenfamilie gebunden, sondern die Stammpflanzen, aus denenderartige ätherische Öle gewonnen werden, sind über das ganze Pflanzen-reich verbreitet. Da die Sesquiterpenalkohole infolge ihres hohen Mole-kulargewichts zu den am höchsten siedenden Bestandteilen der ätherischenÖle gehören, so ist es erklärlich, daß man viele von ihnen erst in denletzten Jahrzehnten infolge der vervollkommneten Technik bei der Wasser-dampfdestillation in größerer Menge gewonnen hat. In den meistenFällen treten die Sesquiterpenalkohole und verwandte Verbindungen auchprozentualiter als Bestandteile in den einzelnen ätherischen Ölen zurück;jedoch gibt es auch Fälle, wo fast das ganze Öl aus ihnen bzw. ihrenEstern besteht; so finden sich z. B. im ostindischen Sandelholzöl fast aus-schließlich hierher gehörige Alkohole.
Obwohl demnach in den meisten Fällen die Sesquiterpenalkoholenicht leicht bei der Wasserdampfdestillation zu gewinnen sind und obwohlsie sehr häufig prozentisch zurücktreten, so ist man nichtsdestowenigervielfach schon frühzeitig auf diese Bestandteile der ätherischen Ole auf-merksam geworden, und zwar besonders dann, wenn sie sich in kristalli-siertem Zustande aus den Bohölen abschieden. So kommt es denn, daßsich unter den sog. „Kampfern" bzw. „Stearoptenen" der ätherischen Öleauch Verbindungen finden, die zu den Sesquiterpenalkoholen gehören; icherinnere an den Cedernölkampfer, an den Cubeben-, Ledum-, Patschuli-kampfer usw.
Wenn demnach die Sesquiterpenalkohole sich auch nicht so häufigfinden wie die Sesquiterpene, so dürften sie doch in manchen Fällen fürden charakteristischen Geruch eines Öles entscheidender sein als erstere:die Sesquiterpenalkohole besitzen vielfach einen ausgesprochenen eigen-tümlichen Geruch.
Scheiden sich die Sesquiterpenalkohole usw. nicht durch Auskristalli-sieren aus dem Öl ab, so daß sie auf diese Weise durch weiteres Ab-kühlen usw. von den übrigen Bestandteilen der ätherischen Öle getrenntwerden können, so muß man zu ihrer Isolierung zur fraktionierten Destil-lation greifen: der Siedepunkt der Sesquiterpenalkohole dürfte in denmeisten Fällen unter gewöhnlichem Luftdruck bei etwa 300° liegen, in