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Bicyklische Alkohole C 10 Hi 8 O
der Reihe C n H 2n _ 2 0 gehören die Terpineole an, jedoch enthalten diesenur einen Ring und außerdem eine doppelte Bindung. Auch lernten wirmehrwertige Alkohole kennen, welche Abkömmlinge der KohlenwasserstoffeC n H 2n , als auch C n H 2n _ 2 waren. Die nächst niedere Gruppe C n H an _4umfaßt nur einwertige Alkohole, denen also die Bruttoformel C n H 2n _ 4 0zukommt. Auch hierher gehören sowohl bicyklische, als auch monocyklischeRepräsentanten.
a) Bicyklische Alkohole C 10 H 16 O.
Bicyklische Alkohole C 10 H 16 O, welche dem Pentoceansystem, demKampfer-, Kämpfen-, Fenchen- oder Isofenchentypus angehören, sind bis-her nicht erhalten worden. Dagegen scheinen Abkömmlinge des Tetro-ceansystems, der Pinangruppe, hierher zu gehören. Wallach (A. 277, 149;300, 287) stellte aus dem Pinylamin mittels salpetriger Säure das Pino-carveol C 10 H 16 O dar, dem vielleicht folgende Konstitution zukommt:
CH
H 2 C; CH 2
^CH 3 -C-CH 3 .
HC <^ s CHOHCCH 2
Sdp. 215—218°, d 22 = 0,978, n D = 1,49787 usw. (vgl. unter Pinen). DiesesPinocarveol ist von Wallach (Nachr. K. Ges. Göttingen 1905, Heft 1, 3)im Nachlauf des Öles von Eucalyptus Olobulus in Esterform aufgefundenworden (vgl. auch G. u. EL, S. 692); Sdp. 12 = 92°, d 20 = 0,9745, n D =1,4963 und [«] D = -52,45° in 12,75°/ 0 iger Lösung.
In einer neueren Arbeit (A. 346, 221) berichtet Wallach ebenfallsüber Pinocarveol und Pinocarvon. W. findet für synthetisches Pino-carveol: Sdp. 12 = 100—102°, d 18 = 0,980, n D = 1,4988, M.R. = 45,52(ber. 45,05). Das Phenylurethan C 10 H 15 OCO-NH- C 6 H 5 schmilzt bei82—84°. Das Pinocarveol geht durch wasserentziehende Mittel leicht inp-Cymol über. — Das Pinocarvon C 10 H 14 O, regeneriert aus dem Semi-carbazon, zeigt: Sdp. 12 = 95°, rf 20 = 0,984, n D = 1,5050, M.R. = 45,20(ber. für Keton C 10 H 14 Or= 43,72, Enol | = = 44,66). Das Pinocarvoximschmilzt bei 98°und gibt reduziert mit Na und Alkohol Base C 10 H 15 NH 2 (?)>Sdp. 12 = 87—88°, die verschieden ist vom Pinylamin. Durch Oxydationdes Pinocarvons und Pinocarveols entsteht Pinsäure. W. schlägt ev.eine Methylenbindung nach der Seitenkette für Pinocarvon und Pino-carveol vor. — W. berichtet dann über den Alkohol, der in den hoch-siedenden Anteilen von Eue. Globulus als Ester vorkommt; der Alkoholzeigt: Sdp. 12 = 92°, d 2(l = 0,9745, w^ = 1,49630, \ci\ D = -52,45° bzw.— 58,92°; das Phenylurethan schmolz hauptsächlich bei 82—84°,[ce] D = —4,108°. W. spricht diesen Alkohol als die optisch aktive Modi-fikation des Pinocarveols an; das Oxim zeigte einen niedrigeren Schmelz-