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Menthol: Vorkommen, Isolierung und Synthese
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Ähnlichkeit mit Mentha viridis L. ebenfalls hervor. Die japanischePfefferminze hat große Ähnlichkeit mit der europäischen Menthaarvensis L., während die chinesische Pfefferminze der amerikanischenMentha canadensis var. glabrata Benth. besonders nahe steht; nach Holmes(Pharm. Journ. 13 [1882], 381) hat aber die japanische Pfefferminze auchÄhnlichkeit mit der europäischen Mentha aquatiaa var. subspicata. Flückiger(Pharmacognosie 1883, S. 683) sagt: „Die Eigentümlichkeit der Pfeffer-minze beschränkt sich gewöhnlich auf ihre Kahlheit, den spitz eiförmigenUmriß ihrer kurz gestielten, gegen vorn scharf gesägten Blätter mitstarkem Mittelnerv. Auch pflegen die obersten Knäuel des Blütenstandesdicht gedrängt zu sein."
Die Kultur aller dieser Pfefferminzen ist zum Teil eine uralte, so auchdie Gewinnung der ätherischen Öle aus ihnen. Den ältesten Herstellungsortdes ätherischen Pfefferminz Öls dürften wir auch in diesem Falle in Ost-asien, in China und Japan, zu suchen haben. Wir unterscheiden je nachder Herkunft der Pfefferminz öle: amerikanisches, japanisches, englisches,französisches, russisches, deutsches, italienisches usw. Die größte Produk-tion, und zwar ca. die Hälfte der Welterzeugung, entfällt auf Nordamerika;von der andern Hälfte liefert den bei weitem größten Teil Japan, als-dann folgen England, Frankreich, Kußland, Deutschland usw.
Die chemische Zusammensetzung der Pfefferminzöle schwankt, wieoben erwähnt; als wesentlichsten Bestandteil müssen wir das Mentholansehen, außerdem finden sich in den verschiedenen Pfefferminzölen nebenMenthol andere Bestandteile, so Ester des Menthols, ferner Menthonund Kohlenwasserstoffe. Im amerikanischen Pfefferminzöl sind von Powerund Kleber (Ar. 232 [1894], 639) 17 verschiedene Verbindungen nach-gewiesen worden. — In diesem amerikanischen Ol sind ca. 40—45°/ 0freies Menthol und 8—14°/ 0 Estermenthol, während der Gehalt an Menthonca. 12°/ 0 beträgt. Im englischen Pfefferminzöl sind ca. 50—60°/ 0 freiesMenthol, 3—14°/ 0 Estermenthol und ca. 9—12°/ 0 Menthon vorhanden;japanisches Pfefferminzöl dürfte am meisten Menthol aufweisen, und zwarca. 65—85°/ 0 freies Menthol, 3—6°/ 0 Estermenthol; im sächsischen Pfeffer-minzöl ist freies Menthol zu 46,5—61,2%, Estermenthol zu 5,7—8,2°/ 0 ,Menthon zu 15,7°/ 0 vorhanden (Son. 1896, I, 50); russisches Pfefferminzöl(Sch. 1889, I, 35 und 1896, I, 50) enthielt: 46,8 °/ 0 freies Menthol und 3,4 °/ 0Estermenthol.
Je nach der vorhandenen Menge des freien Menthols, die, wie wirnach diesen Angaben sehen, stärkt schwankt, scheidet sich das Mentholim festen Zustande vielfach schon bei gewöhnlicher Temperatur ab, sonamentlich aus dem japanischen Öl, während die anderen Öle erst zum Teilstark abgekühlt werden müssen. Erst mit Einführung des amerikanischenund japanischen Pfefferminzöls, welche leichter den Menthakampfer ab-setzen, wurde man zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf letzteren besondersaufmerksam. Die Gewinnung des Meuthols geschieht aus diesen Ölenebenfalls schon seit sehr langer Zeit; so soll nach Flückiger (Pharma-cognosie 1891, 726) in Japan das Menthol schon vor Beginn unserer Zeit-