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III. Tonica.
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parenchymatös entzündet, aber keine ausgesprochene Gastroenteritis. Im Vergleiche zumEisen ergab sich Mangan um 5mal giftiger und würden 0,5 Manganoxydul (als citronen-saures Manganoxydul-Natrium in die Blutbahn gebracht) genügen, einen erwachsenenMenschen zu tödten (Kobert). Das dem Blute zugeführte Mangan wird alsbald von allenparenchymatösen Organen, namentlich von der Leber und den Nieren, aber nicht vonden Blutkörperchen aufgenommen und in den verschiedenen Secreten zur Ausscheidunggebracht.
Das oben genannte Doppelsalz, Kaninchen zur Hervorrufung chronischerManganvergiftung durch 3 Monate in steigenden Dosen (im ganzen 15,0 Mn 0)per os beigebracht, verursachte ausser Abmagerung keine bemerkbaren Krankheits-erscheinungen. Leber und Nieren erschienen normal und Mangan war in denselben nichtnachzuweisen (Kobert). Die intacte Magenschleimhaut resorbirt Mangansalze nur in sehrunbedeutenden Mengen (Cahn). Bei gleichbleibender Nahrungszufuhr wird unter demEinflüsse derselben eine Zunahme der Harn- und Harnstoffmenge ohne Aenderung derTemperatur beobachtet. Im Harne selbst lassen sich nur Spuren des Metalles, erheblichgrössere Mengen in der Gallenasche nachweisen (Weidenbusch).
Den Mangansalzen kommt bis jetzt keinerlei arzneiliehe Bedeutung zu. In Mengenvon 0,2—0,5 wiederholt gereicht, ruft Mangansulfat beim Menschen flüssige Stuhl-entleerungen und Erbrechen, in grösseren Dosen toxische Zufälle, nach Versuchen anHunden Brechdurchfall und_ den Tod unter Erscheinungen allgemeiner Lähmung her-vor. Bei gleichzeitigem Genüsse von Milch wird die Aetzwirkung der Mangansalzegehindert (Cahn).
Hannon und Petreqtnn (1849) haben dieses und andere Mang an salze (Man-ganum chloratum, M. carbonicum, M. lacticum u. a.), doch ohne erwiesenen Nutzen, fürsolche Fälle von Chlorose empfohlen, deren Entstehung einem Mangel oder Armuth anMangan im Blute zuzuschreiben sei und die nur der Anwendung dieses Metalles oderseiner Combination mit Eisen weichen. Aeltere Aerzte haben die Mangansalze bei chro-nischen Hautleiden, Milz- und Lebererkrankungen in Anwendung gezogen.
Das früher in Ph. Germ, aufgenommene Mangansulfat, Manganum sulfu-ricum, wird durch Behandeln von natürlichem Manganhyperoxyd (Braunstein)mit concentrirter Schwefelsäure, Auslaugen des Rückstandes und Krystallisiren er-halten. Es bildet rosafarbene, leicht verwitternde, in 0,8 Th. Wasser, nicht in Weingeistlösliche rhombische Krystalle. Man reicht es intern zu 0,05—0,20 p. d. 2—4mal imTage in Pulvern, Pillen und Mixturen. Extern hat man es als Stypticum wie Eisen-vitriol und auch in Salben (1:5 bis 10 Axung.) benützt, bei deren Anwendung dasSalz auf scrophulöse und giehtische Schwellungen zertheilend und resorptionsförderndwirken soll (Hoppe, Kr eil 1887).
Der Braunstein, Manganum hyperoxydatum nativum s. Manganesium,kommt in grauschwarzen, krystallinischen, schwarz abfärbenden Massen vor, die von Eisen,Kieselsäure und Erden mehr oder weniger stark verunreinigt sind; für den Zweck derOhlorbereitung müssen sie mindestens 60°/ 0 reines Hyperoxyd enthalten.
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