b) Fettmitte] aus dem -Thierreiche.
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Für die. therapeutische Anwendung des Leberthrans alsUnterstützungsmittel der Ernährung, namentlich bei Scrophulose (undhier besonders bei der sogenannten erethischen Form), bei Rachitis.hei Lungenphthise und anderen chronischen Zehrkrankheiten, sindjedenfalls die reinen, helleren Sorten, wie sie die moderne Thranindustrieliefert, statt der früher vielfach vorgezogenen dunkler gefärbten Thran-sorten zu wählen. Sie sagen den Kranken ungleich besser zu, ihrgeringer Fischgeruch und Fischgeschmack macht ihr Einnehmen wenigerwiderwärtig, die Kranken, besonders auch Kinder, gewöhnen sich leichtdaran und nehmen sie bald gerne; sie werden jedenfalls besser verdaut,erzeugen gar kein oder nur unbedeutendes Aufstossen und auch nichtleicht Abführen.
Man beginnt mit V- 2 — 1 Esslöffel (bei Kindern mit 1 — 2 Theelöffeln)1 —2mal täglich und steigt allmählich bis 4 Löffel voll pro die. GrössereMengen werden nicht leicht vertragen, gehen unverändert ab und störendie Verdauung.
Am zweckmässigsten wird das Oel rein, ohne jeden Zusatz ver-schluckt; hintennach lässt man ein Stückchen Semmel oder etwas Suppe,Kaffee, Thee etc. nehmen.
A. Smith (1878) empfiehlt (wie schon früher Fosler) bei Personen, welche dasMittel nicht leicht vertragen, einen Zusatz von Aether (auf 15,0 Ol. Jec. As. 20 gtt.Aeth.), welcher die Secretion des Pankreassaftes vermehrt, ohne seine emulgirende Eigen-schaft 7.11 beschränken.
Contraindicirt ist die interne Anwendung des Leberthrans beiKindern unter einem Jahre, beim Vorhandensein von Verdauungs-störungen und Neigung zu Diarrhöen, bei fieberhaften Zuständen undbei unüberwindlichem Widerwillen gegen das Einnehmen des Mittels;während der heissen Jahreszeit ist der Gebrauch desselben auszusetzen.
Von geringer Bedeutung ist die externe Anwendung des Leberthrans. z. ]!. zuallgemeinen und örtlichen Einreibungen und Umschlägen (zur Unterstützung der internenAnwendung, bei chronischen Hautausschlägen etc.), zu Einträufelungen und Pinselungcndes Auges (bei Hornhautfiecken), zu Clysmen (bei Geschwüren im Rectum) etc.
Unter dem Namen Lipanin hat r. Mering (1888) als Ersatzmittel des Leber-thrans eine leicht emulgirbare und resorbirbare Mischung von Oleum Olivae mit 6%Oelsäure empfohlen. Er hat es bei einer grösseren Anzahl von Kranken, zumeist scro-phulösen Kindern zu 1 4 Theelöffeln. hei Erwachsenen zu 2—6 Esslöffeln täglich,erprobt. Es wurde bei Wochen- und monatelangem Gebrauche gerne und ohne allestörenden Nebenerscheinungen genommen, auch in der warmen Jahreszeit vertragen undhatte einen günstigen Einfiuss auf Ernährung und Allgemeinbefinden.
Morrhuol nennt Chazeaud (1.887) eine durch Behandlung des Leberthrans mitconcentrirtem Weingeist erhaltene, wenig riechende, scharf und bitter schmeckende Sub-stanz und empfiehlt sie (in Gallertkapseln) an Stelle des Leberthrans.
62. Axungia Porci, Adeps suillus, Schweinefett. Das durch Aus-schmelzen und Coliren gewonnene, mit destillirtem Wasser gewascheneund von Wasser befreite Netz- und Nierenfett des Schweines, von salben-artiger Consistenz, rein weiss, fast geruchlos; darf nicht ranzig sein.
Es schmilzt zwischen 35 und 42", hat ein spec. Gew. von ca. 0,938, löst siehsehr leicht in Aether, Chloroform, ätherischen Oelen. sowie in 36 Th. kochenden Alkoholsond bestehl aus etwa 60—62° 0 flüssigen Fettes (Triolein) und 38—40% festen Fettes'Tripalmitin und Tristearin).
Anwendung findet es als gewöhnlichstes und ganz zweckmässigesConstituens für Salben, wie auch zu Ceraten; zur Erhöhung seinerHaltbarkeit wird es mit Benzoe behandelt. Ein solches benzoehaltigesSchweinefett, Axungia Porci benzoata Ph. A., durch zweistündiges
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