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Bernatzik-Vogl's Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmakopoe
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A. Cestodenmittel.

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Nach den klinischen Erfahrungen in Frankreich sind nur Pelletierin und Iso-

1 Uetierin therapeutisch, und zwar nahezu gleich stark wirksam, während den beidennaeren Alkaloiden die Cestoden abtreibende Wirkung abgeht. Ferner hat sich gezeigt,ass eme Combination der Alkaloide, respectiye ihrer Salze mit Acirium tamiicum weitsicherer wirkt, als die Darreichung derselben ohne diesen Zusatz. Es ist dies verständ-"' ll - wenn man bedenkt, dass die betreffenden Salze rasch resorbirt werden und daherfler Intoxicationserscheinungen (Magen- und Leibschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Seh-nten s^r,„.;„ri,.i zr „.,*„„!,,„------ n3„j-.s.,i,„.— n„ft;i,i von Ameisenlaufen, Zittern etc.,

können; durch die Beigabe der

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fingen, Schwinde], Kopfschmerzen, Betäubung, Gefühl vclaps) als die therapeutische Wirkung zur Folge haben kt

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iure wird ihre Resorption beschränkt und können sie daher ihre volle Action auf

. en Darmparasiten ausüben. Dujardin-Beaumetz (1880) wandte meist 0,3 Pelletierin'"nd Isopelletierin-) Sulfat mit 6,5 Acid. tannicum und 30,0 Aq., Bdrenger-Feraudu,do-0,4 Pellet, sulf. oder Pellet.- und Isopellet.-Sulfat mit 1.0—1.5 Acid. tannic. mite 'st vollständigem Erfolge an (vergl. auch Rp. 170). Nachträglieh ein Laxans. Der all-S memeren Anwendung des Pelletierins steht sein lioher Preis im Wege.

Die Granatrinde ist eines unserer bewährtesten Cestodenmittel. SieWar gleich anderen Theilen des Baumes (Blüthen, Fruchtschale, Samen)^ciion von den alten Aerzten medicinisch benützt, kam im Laufe der-eiten in Vergessenheit und wurde in den ersten Decennien dieses Jahr-Underts von Indien aus, wo sie namentlich auch als Mittel gegenchronische Durchfälle und Dysenterie bei den Eingeborenen in grossemt nsen en steht, wieder vom neuen in Europa bekannt und in die Pharma-kopoen aufgenommen. Nach Vielen ist die Wurzelrinde therapeutischttksamer als die Ast- und Stammrinde, nach anderen kommt letzteren. le gleiche Wirksamkeit zu wie der Wurzelrinde. In Wirklichkeit scheintln beträchtlicher Unterschied nicht zu bestehen, denn sicherlich sind,, eit Cortex Granati officinell ist, die meisten Cestoden keineswegs miter Wurzelrinde, sondern mit der Ast- und Stammrinde abgetrieben_ °rden. Mit Recht hat daher die österreichische in Uebereinstim-luing m j t ^ er t j eutsc ] ien Pharmakopoe einfach Cortex Granati auf-senommen. wie auch die österreichische Militär-Pharmakopöe nur eines °lche fordert.

. Einige Praktiker verlangen die frische Wurzelrinde wildwachsender oder ver-sr!'. i'.'* 1 ' '^ illme als die am sichersten wirkende, eine Forderung, der man wohl nichtHantig wird nachkommen können.

, Man gibt die Rinde im einfachen Decoct, am häufigsten aber im*yicerationsdecoct zu 50,0-90,0 auf 200,0—300,0 Colat., allenfalls in

Ol iibination mit Extract. Filicis maris, morgens nüchtern in drei Portionenji stündlichen Intervallen, nachdem man den Tag früher fasten undu Ul |, Ur S an s nehmen Hess (Rp. 27). Ein einfaches Macerat soll ungleichfi wirken als das Macerationsdecoct (Niemeyer). Meist in kurzem

^_ •> Stunden) erfolgt der Abgang des Bandwurmes gewöhnlich in toto,-inm-it Kopf, in einem Knäuel; geschieht dies in der angegebenen Zeit

•cht, so reicht man nochmals ein Purgans (Ol. Ricini 30,0—60,0).hol' , tractum Granati, Granatrindenextract. PL Austr. Älko-Extract von gewöhnlicher Consistenz, intern statt des Decocts,

weniger unangenehm, aber auch weit weniger zuverlässig wirkend,

als

in p i — 2;T>, ° se ^ en f" 1 ' s > cn ! gewöhnlich mit anderen Cestodenmitteln

b; illertkapseln, Mixturen. Electuarien.Ei nj , el ? c v '<'i (1884) empfiebU ein trockenes, wässeriges Extract zu 4,0 in'/ 4 stündigen

' nrt osen von 0,5 in Pulvert'., die letzte Dosis mit 0.1 Calomel.

Wu ■ i ^ at " x (Rhizoma) Filicis maris, Johanniswurzel, Wurmfarn-'Sw' Ze ' ^ er getrocknete Wurzelstock von Aspidium Filix masart 2- einem bekannten einheimischen Farn.

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