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Arzneiformel! und pharmaceutische Präparate.
tosae), wie auch mit Tabak gefüllte Papierhülsen (Chartae ad Cigaretas arsenicalesu. a.) rauchen, welche mit jenen Mitteln in dosirter Menge imprägnirt sind.
4. Arzneipapiere, Chartae medicatae. Ausser den ebengeschilderten Räucherpapieren, dann den ganz bedeutungslosen, an Stellevon Collyrien empfohlenen Arzneipapieren für das Auge, Chartaemedicatae ophthalmicae (gradatae), welche gleich den hiezu ehergeeigneten medicamentösen Leimblättchen (pag. 68) gebraucht werdensollen, sind noch die Verband- und Firnisspapiere, Chartae ver-niceae, dann Pflasterpapiere, Chartae emplasticae, zu erwähnen,letztere aus Papierstücken bestehend, welche auf einer, selten auf beidenFlächen mit einem klebefähigen Ueberzug durch Ueberstreichen mitGummilösungen, flüssigen Harz- oder Pflastermischungen versehen sind,und als Deck- und Vereinigungsmittel gleich den Leimpflastern (pag. 57),z. B. als Charta adhaesiva (Charta vegetabilis Indica) Anwendunglinden, endlich solche, welche die Aufgabe haben, auf erkrankten odergesunden Körpertlieilen die ihren arzneilichen Bestandteilen zukommendenWirkungen auszuüben, wie Charta resinosa sive antiarthritica(mit Pechlösung überstrichenes Papier), Charta sinapisata (Fliess-papier, auf einer Seite mit entöltem Senfmehl versehen), Chartaemolliens (entöltes Leinsamenmehl auf Papier fixirt. als Ersatz fürCataplasma emolliens), Charta phenylata (mit Carbolsäure impräg-nirtes Wachs- und Paraffinpapier) u. a. m.
5. Verbandmittel, als Träger arzneilicher Substanzen, insbeson-dere für die antiseptische Wundbehandlung.
Solche sind: a) Entfettete Baumwolle (aufs Wasser geworfen sofort unter-sinkend). Man wendet sie für sich, in Form von Watte und mit medicamentösen Stoffenimprägnirt, so mit Jod (Gossypium jodatum) mit Eisenehlorid (Gossypium h'aemo-staticum) etc., als 4 und 10% Salicyl-, 5 und 10% Carbol-, 10—20% "Borsäure- undJodoform-Watte an.
h) Mull (weitmaschige Baumwollgewebe), geleimt: Gaze, auch Organtin genannt,crsteren mit 0,1% HgCL, (Sublimatmnil), mit 5—8 0 / 0 Carbolsäure (Carbolmull), letzteremit 0,25% HgCL (Sublimatgaze), mit 10—20—50% Jodoform imprägnirt (Jodoformgaze).
c) Charpie (zerzupfte weiche Leinwand oder Baumwollgewebe), mit 5% Carbol-säure, 5—10% Salicylsäure, 0,1% Quecksilbersublimat u. s. w. imprägnirt.
d) Jute (aus Bastfasern von Corchorus capsularis erzeugte Gewebe, Flüssig-keiten schwach aufsaugend, daher wenig ciiipfehlenswerth) mit 0,25% Hg GL. (Sublimat-jute), ö—10% Carbol- oder Salicylsäure (Carbol-, bezüglich Salicyljute) u. a.
e) Holzwolle (von verhältnissmässig grosser Saugkraft) mit 0,5 HgCL und10% Glycerin (Holzwollesublimat).
f) Torfpulver (vom Zersägen der Torfstücke, fein gesiebt, sehr hygroskopisch.mit 0,1% Sublimatwasser befeuchtet und in Mullsäcke genäht (Sublimattorfmull), mit2 —10% Carbolsäure oder Jodoform (Carbolsäure-, bezüglich Jodoformtorfmull).
y) Schwämme (feinporige, aufs Sorgfältigste gereinigt und desiuficirt).
h) Seidenfäden, als Sublimatseide (mit Hg CL desinflcirt und in Alkoholaufbewahrt) und Jodoforniseide (in Jodoformätherlösung eingelegt).
i) Catgut (Darmsaiten aus Schafdärmen) mit Sublimat desinflcirt und in Alkoholaufbewahrt.
k) Gummiröhren (Drains) von verschiedener Stärke, deren Wände in kurzenAbständen mit Löchern versehen sind, carbolisirt und jodoformirt; dann Knochen-drains (aus Knochen geformt, hierauf in Salzsäure gelegt und der verbleibende, ela-stische, leicht resorbirbare Knorpel in Alkohol aufbewahrt); letztere zu Dauerverbänden.