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Bernatzik-Vogl's Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmakopoe
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Arzneiformel! und phaniiaccutisclio Präparate.

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tuentien zu einer bildsamen Masse, aus der Stängelchen meist von deroben angegebenen Grösse durch Ausrollen geformt oder auch durch Aus-pressen aus einer eigenen Spritze (Bougiespritze) erhalten werden,welche eine solche Beschaffenheit besitzen müssen, dass sie beim Ge-brauche weder zerbröckeln, noch durch zu rasches Schmelzen an denApplicationsstellen massenhaft abfliessen. Man bedient sich ihrer wieder Aetzstifte, um durch Ueberstreichen der Bindehaut des Auges (Crayonseollyres), durch länger oder kürzer währendes Einreiben oder Andrückenderselben auf erkrankten Schleimhäuten, auf wunden und ulcerirendenoder auch auf sonst normalen Hautstellen (Bp. 222) die medieamenttSseSubstanz nachdrücklich oder nur oberflächlich local (vergl. auch pag. 53und pag. 56) wirken zu lassen.

Die von Ph. Germ, angeführten Wundstäbehen, Cereoli, entsprechenwohl grösstentheils den zuletzt besprochenen (pag. 73)Suppositorienformen.

Antrophore sind Wundstäbchen, welche in ihrem Inneren derLänge nach von einem federnden Drahtgewinde durchzogen sind.

Die durch Eintauchen von Leinwandstreifen in geschmolzenePflastermasse und Zusammenrollen derselben nach dem Erkalten er-zeugten Pflasterkerzen, Cereoli simplices, mit Eücksieht auf ihreVerwendung auch Cereoli exploratorii und Cer. dilatatorii genannt,werden jetzt selten benützt und ihnen Bougies aus Kautschuk, sowieDarmsaiten vorgezogen, welche mit den in Fetten oder Gummilösung ver-teilten arzneilichen Stoffen (Morphin, Atroph). Jodkalium etc.) über-zogen und (nach dem Trockenwerden der Lösung) in Anwendunggebracht werden.

Ausser den hier gedachten sind noch die Quellstifte, Stilidilatatorii, zu erwähnen, zu denen der Pressschwamm, dieLami-naria-, Gentiana- und Tupelo-Stifte zählen.

210. Rp.

Cocain) bydrochlor. 0,2.

Morphini hydrochl. 0,025,

Ol. Cacao 15,0.

F. I. a. Supposit. analiaNr. 5.

Obduc. fol. Stanni.

D. S. Zweimal im Tage 1

Zäpfchen anzuwenden.(Schmerzhafte Mastdarm- u.

Blasenleiden , Fissuren,

Chorda ete.)

211. Rp.

.lealoformii 0,25.

Ol. Cacao q. s.

ad formandum globulum va-ginalem.

Deut, tales Nr. 5 in scatula.

S. Aeusserlich. (Täglich 1Stück einzuführen.)

(Perimetritis etc )

212. Rp.

Zinci sulfuriei 1,0,

Ol. Cacao,

I'ng. cerei ana n. s.,

Beispiele:

ut f. globuli vaginales Xr. 10.

.Da ad seatulam.

S. Nach Bericht (1 — 2 Stücktäglich einzulegen).

(Vaginalblennorrhoe, Pro-lapsus etc.)

213. Rp.

Plumbi acetici 2.1),

Opii in |iulv. 0,5.

Mixta dispens. in capsulisvaginalibus e

Butyr. Cacao confectis Nr. 10.

pentur in scatula.

S. Früh und abends 1 Stückeinzuführen (Fluor albus,syphilit. Operationen etc.).

211. Rp.

Jodoformii 20,0,

Gummi Acac. in pulv.,

Amyli,

Glycerini ana 2.0.

F. 1. a. Bacilli tennes longit. j Suppositoria nasalia Nr. in.

Cm. 5—6, Nr. III. in olla dispensanda.

Dent. ad cbartam ceratam. S. s. n.

S. Nach Bericht. (Täglich 1Stück in den Cervkalcanal.)

(Septische A licet ionen imPuerpeiiuni, Cervical- undVaginalliste etc.)

215. Rp.

Olei Cacao 20,0.

Liquatis et semirefrigeratis

adinisce :Acidi carbolici 0,5.F. 1. a. Suppositoria Nr. 10.L». S. Früh ii. abends 1 Stück

in die Nase einzuführen.(Ozaena sc.rophnlosa, Caries,

Dlcerationen etc.)

216. Rp.

Argenti nitrici 0.2.Fianl 1. a. cumüclatina alba etGlyceiino ana q. s.

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