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Bernatzik-Vogl's Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmakopoe
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Vorwort.

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Die Additamenta enthalten (pag. 963) im ganzen 63 Artikel. Von ihnenbetreffen 52 theils moderne Arzneimittel, theils sind es schon in früherenAusgaben der Pharmakopoe enthalten gewesene, aber später wieder aus-geschiedene Mittel (Drogen, chemische und pharmaceutische Präparate),welche entweder, weil einzelne von ihnen wieder häufiger in der Therapieverwendet werden, oder weil sie zur Herstellung von neu aufgenommeneneinfachen und zusammengesetzten Präparaten erforderlich sind, also auspharmaceutischen Gründen, wieder in die Pharmakopoe aufgenommen werdenmussten. Eilf Artikel betreffen bereits ofßcinelle. d. h. in der 7. Ausgabe derPharmakopoe enthaltene Arzneimittel, deren Bereitungsvorschrift zweck-mässiger gestaltet wurde.

Von den neu aufgenommenen Mitteln sind 19 dem Handverkäufe ent-zogen, daher in die Tabula IV der Pharmakopoe einzureihen, während zwei(Phosphor, Pastilli Hydrargyri bichlorati corros.) in den Bereich der Tabula I.16 in jenen der Tabula II fallen.

Die Maximaldosentabelle (Tab. III) erfährt durch die Additamenta eineBereicherung um 15 Artikel, u. zw. betreffen diese neben 12 neuen Mittelndrei bereits ofßcinelle (Antifcbrin.Antipyrin, Chloroform), für welche nach demVorgange anderer Pharmakopoeen Maximaldosen aufgestellt wurden: beizwei Artikeln (Kreosot, Tinctura Strophantin) haben die Maximaldosen eineAbänderung erfahren (in Uebereinstimmung mit dem Deutschen Arzneibuchei.u. zw. für Kreosotum nunmehr 0'2 pro dos.. 10 pro die, für TincturaStrophanthi 0'5pro dos., 2'0 pro die.

Die Bearbeitung dieser neuen Auflage des Buches musste ich leiderallein besorgen, nachdem mein hochverehrter Freund. Herr. RegierungsrathProf. W. Bernatzik, seine weitere Mithilfe abgelehnt hatte. Mit schweremHerzen entschloss ich mich dazu, zumal angesichts der übergrossen Zahl neuauftauchender Arzneimittel mit ihrer kaum mehr zu bewältigenden Literatur.die doch eine entsprechende Berücksichtigung erfahren musste, ohne den Um-fang des Buches übermässig zu steigern. Viele dieser modernen Arzneimitte!sind gewiss nur ephemere Erscheinungen; solche Mittel wurden im Buchenur kurz angeführt, und nur jene neuen Mitteln, denen voraussichtlich einegrössere Bedeutung zukommt. haben darin eine eingehendere Besprechungerfahren.

Trotz vieler und gewiss redlicher Mühe, die vorliegende Literatur zuwürdigen, dürfte doch manches übersehen worden sein, wofür ich um Ent-schuldigung bitte.

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Wien, im Februar 1900.

A. Vogl.

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